Korun: Kosten für Flüchtlingsunterbringung auf alle EU-Länder aufteilen

Flüchtlinge nicht vor österreichischer Grenze aussperren

Wien (OTS) - "Wohin uns unsolidarische, nationalistische Politik führt, zeigt derzeit die ungarische Regierung von Orban vor:
Flüchtlinge schikanieren und mit Zügen an die Grenze bringen, um sie loszuwerden. Dieses Florianiprinzip muss von der gesamten EU bekämpft und für alle EU-Staaten verbindliche Quoten auf den Weg gebracht werden", betont die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun.

"Kriegsflüchtlinge aus Syrien oder dem Irak dürfen aber nicht die Zeche zahlen für die Uneinigkeit der EU-Regierungen, wie das offensichtlich an der slowenisch-österreichischen Grenze in Spielfeld passiert ist." Dort wurden laut ORF 100 Flüchtlinge, darunter zahlreiche Mütter mit kleinen Kindern, vor der österreichischen Grenze abgewiesen und mussten die Nacht im Freien, zwischen der österreichischen und slowenischen Grenze verbringen, während wenige Meter weiter Aufnahmezelte auf österreichischem Boden leer gestanden sind.

"Bei aller Schwierigkeit, unsolidarische Regime wie Orbans Regierung zur Vernunft und Kooperation zu bringen: die Flüchtlinge können nichts für die Politik Orbans. Es muss ein Korridor geschaffen werden, um ihnen eine menschenwürdige Versorgung in Österreich oder Deutschland zu ermöglichen", sagt die Grüne. Die Kosten der Unterbringung sollten solidarisch auf alle EU-Staaten aufgeteilt werden. Korun: "Statt nationalistischer Verantwortung-Abschieberei braucht es endlich eine gemeinsame EU-Flüchtlingspolitik mit geteilten Kosten und gemeinsamer Verantwortung."

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