Ein Stapellauf für mehr Sicherheit und Solidarität

Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen stellen heurige Partnerschaft zur sicheren Durchführung des weltweit größten Segelsozialprojekts vor

Wien (OTS) - Sie gilt als das größte maritime sozialpädagogische Projekt der Welt und hat mit beinahe 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf 105 Schiffen im 21. Jahr des Bestehens mehr als beachtliche Dimensionen erreicht. Die alljährliche friedensflotte mirno more wird so auch 2015 zu einem gewichtigen Zeichen für Frieden, Toleranz und Völkerverständigung werden. Ursprüngliches Ziel dieses 1994 ins Leben gerufenen Projekts war es, aus dem zerfallenden Jugoslawien geflüchteten Kindern und Jugendlichen, über alle ethnischen Grenzen hinweg, die Möglichkeit zu geben, durch Propaganda und Kriegswirren erzeugte Ressentiments abzubauen und Freundschaften über alles Trennende hinweg zu schließen.

"Die Ziele der Friedensflotte von Frieden und Solidarität sind aktueller denn je", unterstreicht die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Maga. Sonja Wehsely, die auch die die Patronanz über das "Safety Team" übernommen hat, angesichts aktueller Herausforderungen. "Es freut mich, dass Kinder, die flüchten mussten, aber auch Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen an diesem Projekt teilnehmen können. Als Sozial- und Gesundheitsstadträtin macht es mich stolz, dass so viele Wiener Organisationen an diesem Projekt beteiligt sind. In Wien gehen wir jetzt und auch in Zukunft ganz entschieden den Weg von Toleranz und Miteinander", so Wehsely weiter.

Know-how Wiener Organisationen als Gewähr für Sicherheit
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden eben nicht nur von engagierten Betreuerinnen und Betreuern sondern seit nun schon 14 Jahren durch das Safety Team, eine Plattform gebildet aus Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen, ständig umsorgt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berufsrettung Wien (MA 70), des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), der Berufsfeuerwehr Wien (MA 68), der Feuerwehr Katastrophenhilfsdienst Wien, des Arbeiter Samariter Bundes und der Österreichischen Wasserrettung arbeiten ehrenamtlich, um einen sicheren Rahmen für diese Großveranstaltung gewährleisten zu können.

"Unsere Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen stellen ihre Professionalität tagtäglich bei unzähligen Einsätzen mit viel Herz unter Beweis. Denn in unserer Stadt hat die Sicherheit und das Wohl unserer BewohnerInnen und Gäste oberste Priorität. Deutlich wird das nicht zuletzt auch in der Zusammenarbeit und dem Engagement bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingssituation. Auch hier stehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der ersten Reihe und helfen dort, wo sie gebraucht werden", stellte Feuerwehrstadträtin und Präsidentin der Helfer Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner klar.

Stapellauf für das Projektteam am Wiener Feuerwehrfest
Am vergangenen Wochenende konnten sich nicht nur viele Bürgerinnen und Bürger von der Leistungsfähigkeit und vor allem dem Zusammenspiel ihrer Wiener Blaulichtorganisationen beim Wiener Feuerwehrfest überzeugen, sondern sich auch einige Kinder und Jugendliche der friedensflotte schon jetzt ein Bild von "Ihrem" Safety Team machen. Diese Gruppe aus Einrichtungen der Magistratsabteilung 11 - Amt für Jugend und Familie stand dabei quasi stellvertretend für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und konnte so auch einen tiefen Einblick in das Wirken der Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen bekommen.

Begleitet wurden diese Kinder und Jugendlichen von ORF Moderatorin und ehemaligen Sportlerin des Jahres Mirna Jukic, die ebenfalls ehrenamtlich als Botschafterin der Organisation und auch im Team der friedensflotte mitarbeitet. "Das schönste an dem Projekt friedensflotte ist es, zu sehen, wie die Kinder und Jugendlichen zusammenkommen, wie sie sich anfreunden, miteinander Zeit verbringen, tanzen und spielen. Egal was sie machen, sie haben immer ein Lächeln im Gesicht! Einen ersten Eindruck konnte man schon heute sehen" so Jukic begeistert.

Finale Vorbereitungsphase eingeläutet
Die geschilderten Eindrücke und der generell positive Tenor wurden bei der Präsentation des "Safety Teams" am Wiener Feuerwehrfest am 5. September von allen Anwesenden einhellig unterstrichen. Auch Bürgermeister Dr. Michael Häupl, ließ es sich nicht nehmen persönlich zu kommen und neben dem Ersten Wiener Landtagspräsidenten und Vizepräsidenten der Helfer Wiens, Prof. Harry Kopietz, dem Hausherren der Feuerwehrzentrale am Hof, Wiens Branddirektor DI Dr. Gerald Hillinger, Vertreter der Wiener Berufsrettung um Dr. Rainer Gottwald und des Landesgeschäftsführer der Helfer Wiens Wolfgang Kastel so ein Zeichen zu setzten. So wurde auch besonders auf den immanenten Symbolwert des Engagements der Wiener Blaulichtorganisationen im Hinblick auf die internationale Solidarität verwiesen. Nicht zuletzt wurde jedoch auch die Tatsache unterstrichen, dass kein zur Verfügung gestelltes Material oder Personal der Blaulichtorganisationen während der Projektzeit in Wien fehlen wird.

"Das soziale Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein gelebtes Beispiel für das sprichwörtliche 'goldene WienerInnenherz, auf das wir alle gemeinsam stolz sein können", unterstrich Prof. Harry Kopietz abschließend "Wir wünschen in diesem Sinne dem Safety Team um Dr. Michael Fuchs auch für diesen Einsatz eine sichere Heimkehr und bis dahin möglichst wenig Einsätze."

Eckdaten und weitere Informationen:
Pressebilder finden Sie unter :
https://www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=40501

Webpräsenz der friedensflotte mirno more
www.mirnomore.org

Initiative der Stadt Wien/Helfer Wiens zur Flüchtlingshilfe wien.volunteerlife.xyz/fluechtlingshilfe
friedensflotte mirno more

Termin Sa. 19.9. bis Sa. 26.9.2015
Anzahl Schiffe 105
Anz. Teilnehmer 998 (inkl. Betreuungs- und Organisationsteam) Zielgruppe: Kinder und Jugendliche aus Kinderheimen und -dörfern, Sozial-WG´s, Therapieeinrichtungen sowie aus diversen Schulen Nationalitäten 60% Österreicherinnen und Österreicher und Menschen mit weiteren 19 Nationalitäten

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.-Ing. Dr.techn. Michael Fuchs, MBA
Obmann des Safety Teams
michael.fuchs@mirnomore.org
www.mirnomore.org

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