„Thema“ am 21. September: Die Flüchtlingshelfer – kein Weg zu weit, kein Einsatz zu lang

Außerdem: ORF-Initiative „Bewusst gesund – Endlich schmerzfrei“

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 21. September 2015, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Die Flüchtlingshelfer - kein Weg zu weit, kein Einsatz zu lang

Sie waren schon im ungarischen Röszke, am Wochenende fahren sie an den neuen Brennpunkt des Flüchtlingsstroms im kroatischen Tovarnik:
freiwillige Helfer aus Wien, die seit Wochen im Einsatz sind. Auch wenn die Grenzen vor Österreich immer dichter werden, ist auch die Freiwilligenarbeit hierzulande noch dringend nötig. "Wenn ich sehe, was die jungen Leute hier am Hauptbahnhof auf die Beine gestellt haben, kommen mir vor Begeisterung die Tränen", sagt die dreifache Mutter und Internistin Cecilia Alarcon. Seit der erste Flüchtlingszug in Wien angekommen ist, macht sie neben ihrem Vollzeit-Job noch freiwilligen Dienst am Bahnhof. "Mein Vater war in Chile unter Pinochet im Kerker und wurde aus seiner Heimat ausgewiesen. Ich bin als kleines Mädchen nach Österreich gekommen. Mich hat dieses Land so gut aufgenommen, jetzt kann ich etwas zurückgeben", erzählt sie und untersucht den nächsten Flüchtling, der von einer jungen Dolmetscherin in die improvisierte Krankenstation gebracht wird. "Ich hab in meinem Grätzl in Meidling rund um meine Wohnung Zettel angebracht und in meinem Büro eine Sammelstelle für Sachspenden eingerichtet. Was dann passiert ist, das hätte ich mir nie träumen lassen!", sagt Mark Ruiz-Hellin. Er, seine Frau und seine Kinder helfen seit zwei Wochen jeden Tag. Markus Stachl hat Langzeithelfer begleitet und mehr als eine Überraschung erlebt.

Jäger müssen draußen bleiben

Die Jägerschaft ist alarmiert: Mehrere Waldbesitzer in Österreich haben beantragt, die Jagd auf ihrem Grund und Boden zu verbieten. Das Recht dazu gibt ihnen ein neues Urteil des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. "Die Jagd wird dann insgesamt undurchführbar", klagt Jäger Anton Karlon. Denn die Jagdgebiete in Österreich setzen sich aus vielen solcher kleinen Privatwälder zusammen. "Man soll in die Natur nicht eingreifen - die regelt sich von selbst", ist Waldbesitzer Helmut Rosenthaler überzeugt und will nicht länger "Zwangsmitglied" der Jägerschaft sein. Der Wissenschafter Walter Arnold hält dem entgegen: "Wir leben seit Tausenden Jahren in einer Kulturlandschaft, die ohne Regulierung nicht mehr funktioniert". Martin Steiner hat recherchiert, warum immer mehr private Waldbesitzer die Jagd ablehnen - und welche Auswirkungen das auf die "Kulturlandschaft" Wald haben könnte.

Schmerz lass nach

1,5 Millionen Menschen in Österreich leiden an chronischen Schmerzen, bei jedem vierten haben sie psychische Ursachen. Viele suchen jahrelang vergeblich nach Hilfe. Der 56-jährige Beshay Mikahil hat seit dem Tod seiner Ehefrau extreme Schmerzen im Brustbereich. Alle Untersuchungen ergeben, dass seine Organe gesund sind. Jahrelang schränkt ihn der Schmerz ein und treibt ihn in die Isolation. Schließlich stößt er auf die Schmerzambulanz im Wiener AKH. Biofeedback macht seine Verspannungen sichtbar - so gelingt es ihm, die Schmerzen zu reduzieren. Auch die Turnusärztin Lisa Zechtl kann mittlerweile mit ihren Schmerzen umgehen. Schon als Jugendliche wurde sie durch massive Migräneattacken oft tagelang außer Gefecht gesetzt. Dann entdeckt sie die Grinberg-Methode. Im Rahmen der ORF-Initiative "Bewusst gesund - Endlich schmerzfrei" (Infos unter http://presse.ORF.at) berichtet Beate Haselmayer über schulmedizinische und komplementäre Wege, die chronische Schmerzen lindern.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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