Mitterlehner: Internationalität und fachliche Expertise als Garant für Spitzenforschung

Wissenschaftsminister besucht Institut für Quantenoptik und Quanteninformation in Innsbruck - Austausch mit Nachwuchswissenschaftlern

Wien (OTS/BMWFW) - "Dieses Institut ist ein beeindruckendes Beispiel für die hohe Qualität der heimischen Grundlagenforschung, die oftmals in der Bevölkerung nicht die Beachtung bekommt, die sie verdient. Mit hoher fachlicher Kompetenz, Internationalität und einem starken Fokus auf junge Wissenschaftler wird hier exzellente Forschungsarbeit geleistet", so Wissenschafts- und Forschungsminister Reinhold Mitterlehner anlässlich seines gestrigen Besuches am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Innsbruck. Gemeinsam mit dem Rektor der Universität Innsbruck, Tilmann Märk und Nationalbankpräsident Claus Raidl besichtigte der Vizekanzler die Labors. Einen Überblick über aktuelle Forschungsschwerpunkte des Instituts erhielten die Gäste durch den geschäftsführenden Direktor Rainer Blatt.

Im Zuge des Termins informierte sich der Vizekanzler auch in einem Gespräch mit jungen Nachwuchswissenschaftlern über deren Arbeit und Forschung am IQOQI. "Wir wollen unseren jungen Forscherinnen und Forschern mehr Entfaltungsmöglichkeiten im Berufsleben geben, etwa indem wir die Rahmenbedingungen für durchlässige Wissenschaftskarrieren vom Assistenten bis zum Professor schaffen. Zudem wollen wir durch entsprechende Anreize attraktiver für internationale Experten werden", so Mitterlehner. Im Zuge der Steuerreform wurde eine Zuzugsprämie für ausländische Wissenschaftler beschlossen, und eine aktuelle Novelle zum Universitätsgesetz sieht die Einführung eines "Tenure Track Systems" vor. Künftig können außerordentliche und assoziierte Professor/-innen schneller zu ordentlichen Professor/-innen berufen werden. Von dieser Regelung könnten rund 3.300, überwiegend junge Forscherinnen und Forscher profitieren.

Über das IQOQI

Francesca Ferlaino ist seit 2006 an der Universität Innsbruck und seit 2014 wissenschaftliche Direktorin am IQOQ, davor war sie an mehreren Hochschulen in Italien tätig. 2009 erhielt sie den START-Preis und 2010 einen ERC Starting Grant. Sie beschäftigt sich mit dipolaren Quantenphänomenen und gilt wegen ihrer bahnbrechenden experimentellen Arbeiten als herausragende Vertreterin ihrer Disziplin. Der aus Großbritannien stammende Ben Lanyon war zunächst an der University of Queensland in Brisbane tätig. 2013 wechselte er als Senior Scientist an das IQOQI. 2015 wurde er mit dem START-Preis ausgezeichnet. Aktuell versucht er, grundlegende Probleme beim Bau von Quantennetzwerken zu lösen. Langfristig könnten dadurch noch sicherere Datenverbindungen ermöglicht werden. Wolfgang Lechner aus Kufstein ist theoretischer Physiker und Senior Postdoc in der Arbeitsgruppe von Peter Zoller. Ein Highlight der derzeitigen Forschung ist die Entwicklung einer neuen Architektur für Quantencomputer. Anfang 2015 wurde von der Forschungsgruppe ein Patent eingereicht, das bereits jetzt großes Interesse erregt. Gerhard Kirchmair aus Hall in Tirol ist Research Director für eine Forschungsgruppe zu superleichten Quantenschaltkreisen. Vor seinem Engagement am IQOQI hat er unter anderem an der amerikanischen Universität Yale geforscht. Seit 2013 ist er Universitätsprofessor an der Universität Innsbruck.

Das Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit Standorten in Wien und Innsbruck wurde 2003 gegründet und widmet sich der theoretischen und experimentellen Grundlagenforschung auf den Gebieten der Quantenoptik und Quanteninformation. Die Themen der Forschung reichen von den fundamentalen Grundlagen der Quantenphysik bis zu deren Anwendung, unter anderem für die Metrologie, die Sensorik und die Quanteninformations-Verarbeitung. Das IQOQI ist mit seinem Personal und seiner Infrastruktur eng mit der Universität Innsbruck verbunden und leistet einen wesentlichen Beitrag für die Ausbildung von Doktoranden und Masterstudenten. Ein besonderes Anliegen des Instituts ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs nachhaltig zu fördern und gemeinsam mit der Universität in den Lehrbetrieb zu integrieren.

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