Karas: LuxLeaks ist strukturelles Problem, kein Einzelfall

EU-Kommissionspräsident Juncker wird im LuxLeaks- Sonderausschuss angehört / Karas fordert neue Veröffentlichungspflichten für multi-nationale Konzerne

Brüssel, 17. September 2015 (OTS) Der Europaabgeordnete Othmar Karas hält die Steuertricks mancher multi-nationaler Konzerne für ein "strukturelles Problem in der EU. Dies ist kein Einzelfall und kein Problem bestimmter Länder". "Das Problem ist nicht, dass Firmen oder Mitgliedstaaten gegen Gesetze verstoßen würden, sondern dass Firmen sich völlig legal für jeden Teil ihrer Geschäftstätigkeit das steuerschonendste Land aussuchen. Solange die Mitgliedstaaten in Steuerfragen nicht verstärkt zusammenarbeiten, wird es immer Schlupflöcher geben und Steuereinnahmen werden verloren gehen", so Karas heute in Brüssel. ****

"Solange in jedem Land Steuerbemessungsgrundlagen, Steuersätze, Steuererleichterungen - z.B. für Forschung und Entwicklung -unterschiedlich sind, verschieben Firmen ihre Aktivitäten so, dass es für sie günstig ist", erläutert der Europapolitiker. "Die bisherige Praxis ist völlig legal, aber unethisch", so Karas heute anlässlich der Anhörung von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Steuer-Sonderausschuss des EU-Parlaments.

Karas fordert deshalb eine neue Veröffentlichungspflicht für multi-nationale Konzerne. Amazon, Starbucks und Co sollen Gewinne, Steuern und Angestelltenzahl für jedes Land, in dem sie tätig sind, einzeln offenlegen. "Wenn dann sichtbar wird, dass manche Firmen
vor allem in Land A arbeiten, aber Steuern vor allem in Land B zahlen, dann ist klar, wo die Eiterbeulen sind, die wir aufstechen müssen", so Karas.

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