Gerichtlicher Etappensieg für KURIER im Streit gegen Tageszeitung "Österreich"

Einstweilige Verfügung: "Österreich"-Interview hat in der veröffentlichten Form nicht stattgefunden

Wien (OTS) - Der Kurier hat im Streit um ein erfundenes Interview in der Tageszeitung Österreich einen gerichtlichen Etappensieg errungen. Es handelt sich um ein in Österreich abgedrucktes Gespräch mit Sami Mahmoud, dem Vater des "Austro-Jihadisten" Mohamed Mahmoud.

Der Kurier hatte Sami Mahmoud zu den Gräueltaten seines Sohnes bei der Terrormiliz IS befragt.Danach erschien ein als Interview ausgewiesener Text in Österreich, wo Mahmoud ebenfalls zitiert wurde. Mahmoud betonte aber, Österreich kein Interview gegeben zu haben. In einer einstweiligen Verfügung sieht es das Gericht nun als bescheinigt an, "dass das Österreich-Interview in der veröffentlichten Form nicht stattgefunden hat".

In der einstweiligen Verfügung wird der Mediengruppe Österreich sofort untersagt, zu behaupten, dass der Kurier fälschlicherweise behaupten würde, in Österreich sei ein Interview gefälscht worden und, dass der Kurier für ein Interview etwas bezahlt hätte.

Grundlage für den Entscheid des Gerichts: ist ein Schreiben von Sami Mahmoud, in dem er für das Gericht glaubwürdig schildert, dass er dem Österreich-Reporter gesagt hatte, dass er kein telefonisches Interview geben wollte und daraufhin auch kein persönliches Gespräch stattgefunden hat.

Außerdem wies er für das Gericht glaubwürdig und überzeugend darauf hin, nichts für ein entsprechendes Interview verlangt zu haben, weshalb das Gericht feststellen konnte, dass keine Bezahlung durch die den Kurier erfolgt ist. Die einstweilige Verfügung ist noch nicht rechtskräftig

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