Oberhauser zum 1. Int. Tag der PatientInnensicherheit: Sicherheit und Bedürfnisse der PatientInnen im Mittelpunkt der Versorgung

Gesundheitsministerin nimmt morgen, Donnerstag, um 13 Uhr an der Aktion „Händehygiene - Mach mit!“ in der AKH-Treffpunkthalle teil

Wien (OTS) - "Als Gesundheitsministerin ist es mir wichtig, dass in der Gesundheitsversorgung die Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt stehen und dass für ihre Sicherheit und ihre Bedürfnisse gesorgt wird", hält Bundesministerin Sabine Oberhauser anlässlich des 1. Internationalen Tages der PatientInnensicherheit am 17. September fest. "Die gesundheitliche Versorgung soll unabhängig davon, wo und in welcher Einrichtung sie erbracht wird, sicher, effektiv und leicht zugänglich sein", so die Ministerin weiter. Um auf die Wichtigkeit der Handhygiene im Zusammenhang mit PatientInnensicherheit aufmerksam zu machen, nimmt die Gesundheitsministerin morgen, Donnerstag, um 13 Uhr an der Aktion "Handhygiene - Mach mit!" in der AKH-Treffpunkthalle teil. ****

PatientInnensicherheit ist ein zentrales gesundheitspolitisches Anliegen. Im März 2013 wurde vom Bundesministerium für Gesundheit die PatientInnensicherheits-Strategie veröffentlicht, die vorsieht, Sicherheitsaspekte in allen Strukturen und Prozessen des Gesundheitswesens zu verankern und unerwünschte Ereignisse so weit wie möglich zu minimieren. Die PatientInnensicherheits-Strategie ist berufsgruppen- und sektorenübergreifend und dient den Akteurinnen und Akteuren im Gesundheitswesen als Orientierung und Unterstützung. Bei der Umsetzung aller Maßnahmen werden Patientinnen und Patienten informiert und aktiv in den Versorgungsprozess eingebunden.

Die Implementierung der österreichweiten PatientInnensicherheits-Strategie ist für den Zeitraum von 2013 bis 2016 konzipiert und erfolgt anhand von jährlich festgelegten Schwerpunkten. Begleitend dazu wird der Stand der Umsetzung der Maßnahmen zur PatientInnensicherheit in der österreichweiten Qualitätsberichterstattung transparent dargestellt. Ein eigens dafür eingerichteter Beirat berät die Bundesministerin und unterstützt die Weiterentwicklung und Umsetzung der Strategie. Zu den Schwerpunkten für die Jahre 2014 und 2015 zählen unter anderem folgende:

• Infektionen durch Krankenhauskeime stellen eine große Herausforderung für die Sicherheit der Patientinnen und Patienten dar. Es sollen daher österreichweit einheitliche Datensätze für die Erfassung solcher so genannter nosokomialer Infektionen geschaffen werden. Weiters liegt ein Schwerpunkt auf der Erfassung antimikrobieller Resistenzen.

• Krankenhaushygienische Maßnahmen haben in der Vermeidung von nosokomialen Infektionen eine Schlüsselrolle. In diesem Zusammenhang werden die bundesweiten Standards für Krankenhaushygiene weiterentwickelt.

• Mehrfach doppelte Untersuchungen und Befunde sollen vermieden werden, da sie nicht nur eine große Belastung für die Betroffenen darstellen, sondern auch deren Sicherheit gefährden können. Deshalb wird gemeinsam von Bund, Ländern und Sozialversicherung an der Umsetzung eines Qualitätsstandards für die präoperative Diagnostik bei geplanten Operationen gearbeitet. Dieser bringt erhebliche Verbesserungen bei der Sicherheit für Patientinnen und Patienten, die sich einer Operation unterziehen müssen.

• PatientInnensicherheit braucht auch kontinuierliche Verbesserungsprozesse. Ein solcher Prozess wurde mit dem Austrian Inpatient Quality Indicators-System (A-IQI) geschaffen. Dieses misst österreichweit die Ergebnisqualität in Krankenanstalten aus Routinedaten. Im Rahmen von A-IQI werden Indikatoren berechnet und statistisch auffällige Ergebnisse einer umfangreichen Analyse unterzogen. Diese Analyse wird gemeinsam mit erfahrenden FachexpertInnen vorgenommen (Peer-Review-Verfahren) und es werden konkrete Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung abgeleitet. Geplant ist auch, dieses System der Ergebnisqualitätsmessung analog zum stationären Bereich im ambulanten Sektor aufzubauen.

PatientInnensicherheit ist ein wesentlicher Aspekt aller gesundheitspolitischer Maßnahmen, so auch der geplanten Stärkung der Primärversorgung. Primärversorgungs-Einheiten sollen allen Menschen mit gesundheitlichen Anliegen und Problemen jederzeit als leicht zugängliche Kontaktstellen und AnsprechpartnerInnen zur Verfügung stehen. Durch die Zusammenarbeit der Ärztinnen und Ärzte und des Gesundheitspersonals im Team und eine verbesserte Koordination der Versorgung wird nicht zuletzt auch die PatientInnensicherheit erhöht. "PatientInnensicherheit umfasst ein breites Spektrum an Maßnahmen, die in den verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens und im Zusammenspiel der Organisationen und Berufsgruppen gesetzt werden müssen. Es freut mich, dass mit dem 1. Internationalen Tag der Patientensicherheit ein Einblick in die vielen verschiedenen Facetten dieses Themas gegeben wird", so Oberhauser abschließend. (Schluss)

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