Windenergie als Rückgrat der Energieversorgung

Bis 2030 deckt Windenergie ein Viertel des Stromverbrauchs

Brüssel (OTS) - Die heute veröffentlichten Szenarien des Windenergieausbaus zeigen, dass im Jahr 2030 ein Viertel des Stromverbrauchs aus Windkraft gedeckt werden kann und Windenergie damit zum Rückgrat der europäischen Stromversorgung wird. Entscheidend dabei sind aber die richtigen Rahmenbedingungen auf allen politischen Ebenen. "Dann kann die Windenergie 2030 mit einer Leistung von weit mehr als 300.000 MW auch 334.000 Arbeitsplätze schaffen und das Klima entlasten", erklärt Kristian Ruby, Chief Policy Officer des europäischen Windenergie Verbandes EWEA.

Heute hat der europäische Windenergie Verband (EWEA) seine neuen Szenarien für den Windenergieausbau bis 2030 veröffentlicht. Bis 2030 könnte die Windenergie 24,4% des europäischen Stromverbrauchs abdecken. "Windenergie wird in einem Jahrzehnt schlichtweg das Rückgrat der Stromproduktion in Europa sein", erklärt Kristian Ruby, Chief Policy Officer der EWEA. 254.000 MW Windkraftleistung am Land und 66.000 MW am Meer werden 2030 für 334.000 Personen Arbeitsplätze schaffen.

Klare politische Entscheidungen sind Grundvoraussetzung

Ein Viertel des Stromverbrauchs kann aber nur dann mit Windenergie gedeckt werden, wenn die politischen Rahmenbedingungen dies ermöglichen. "Der regulatorische Rahmen ist der zentrale Punkt um den Investoren Sicherheit zu geben", erklärt Ruby und setzt fort: "Wenn die Politiker alles richtig machen, kann die Windkraft sogar noch stärker wachsen. Wenn nicht, wird dies negative Auswirkungen auf Investitionen, Arbeitsplätze und Klimaschutz haben."

Drei Schlüsselherausforderungen

Erstens muss die Direktive für Erneuerbare Energien für die Zeit nach 2020, die gerade von der Kommission ausgearbeitet wird, ein klares Bekenntnis zum Ausbau der erneuerbaren Energien enthalten und klare rechtliche Rahmenbedingungen vorgeben.

Zweitens muss der Strommarkt reformiert werden, sodass er an die Bedürfnisse der erneuerbaren Energien angepasst wird.

Drittens muss das CO2-Zertifikate-Handelssystem endlich ein klares Signal an die Investoren aussenden, dass der CO2-Emissionsrechte-Preis spürbar nach oben geht und es klar ist, dass sich Investitionen in fossile Stromerzeugung nicht mehr rechnen.

Klare Rahmenbedingungen auch für Österreich extrem wichtig

Bis 2030 könnte die Windkraft mit einer Leistung von mehr als 6.500 MW 24% des heimischen Stromverbrauchs decken. "Damit würde Österreich genau im europäischen Durschnitt liegen", bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. Auch für Österreich auf nationaler Ebene sind klare Rahmenbedingungen bis 2030 von existentieller Bedeutung. Sie entscheiden, ob sich die Arbeitsplätze im Windbereich langfristig etablieren, der Umstieg auf eine vollständige erneuerbare Energieversorgung gelingen wird und Österreich seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet. "Die nächsten Monate werden entscheiden wohin die Reise geht, und das nicht nur bei den Klimaverhandlungen in Paris, sondern besonders in den Verhandlungen auf europäischer Ebene und den Richtungsentscheidungen bei uns in Österreich", bemerkt Moidl und ergänzt abschließend: "Fördersysteme sind bis zur Umstellung des Strommarktes und bis der Emissionshandel wirkt unabdingbar, um einen Ausbau der erneuerbaren Energien sicherzustellen."

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