ORF III am Donnerstag: „Inside Brüssel“ und „60 Minuten.Politik“ u. a. über innereuropäische Grenzkontrollen trotz Schengen

Außerdem: Bergbaumuseum Leogang in „Du bist mein Schatz“, „Wilde Reise“ in Namibia, „Im Brennpunkt“ über Bildung in Afrika u. m.

Wien (OTS) - Auf der Suche nach dem schönsten Bundesdenkmal Österreichs führt ORF III Kultur und Information in der Reihe "Du bist mein Schatz", am Donnerstag, dem 17. September 2015, nach Salzburg, wo das Team von "Kultur Heute" (19.50 Uhr) das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang besucht, das eine reiche Sammlung an Gebrauchs-und Kunstgegenständen rund um den Bergbau in der Region beherbergt. Die alte Schmiede und die Knappenkapelle St. Anna wurden bis heute erhalten und laden dazu ein, im Ortsteil Hütten in die einmalige Atmosphäre eines alten Bergbaudorfs einzutauchen. Auf http://tv.ORF.at/orfdrei können die Zuseher/innen in einem Online-Voting entscheiden, welcher der neun "Schätze", die "Kultur Heute" werktäglich vorstellt, das Rennen zum Lieblingsdenkmal der Österreicher/innen macht.

Im Hauptabend entführt Erich Pröll das Publikum auf eine "Wilde Reise" nach "Namibia - Lebende Wüste" (20.15 Uhr). Der Naturforscher zeigt, wie sich die Namib als einzige Wüste der Welt, die direkt ans Meer grenzt, über einen Großteil des Landes ausbreitet. Auf den ersten Blick scheint die Wüste lebensfeindlich, doch hier tummeln sich Wüstenelefanten, der trickreiche Nebelkäfer und die schnellste Schlange der Welt. Die Dokumentation besucht außerdem einen Himba-Stamm, der im Rahmen einer Hochzeitszeremonie die Grundlagen seiner Kultur preisgibt.

Danach kehren auch die ORF-III-Politiktalks am Donnerstag zurück aus der Sommerpause. Zunächst diskutiert Peter Fritz als Gastgeber von "Inside Brüssel" (21.00 Uhr) im EU-Parlament mit den Abgeordneten Ulrike Lunacek (Die Grünen) und Manfred Weber (CSU, Deutschland) sowie mit Martyna Czarnowska (Wiener Zeitung) und Giovanni Del Re (Avvenire, Italien) über die neuen Grenzkontrollen inmitten der EU, die den freien Personenverkehr des Schengen-Abkommens infrage stellen. Die hochkarätige Runde geht außerdem der Frage nach, ob Europa in der Bewältigung des Flüchtlingszustroms überhaupt zu einer gemeinsamen Lösung finden kann und wirft einen Blick nach Griechenland, wo Ministerpräsident Alexis Tsipras mit Neuwahlen seine Macht festigen will, dabei aber auf eine knappe Wählerentscheidung zusteuert.

Zum Schulbeginn erörtert "Im Brennpunkt", wie Bildung den Weg in ein besseres Leben ebnen kann. "Afrika: Mit Bildung aus der Misere" (21.50 Uhr) besucht zuerst das bergige Königreich Lesotho, das mehr als 1.000 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Die ansässigen Buben werden von ihren Familien ab dem fünften Lebensjahr als Schafhirten in die Berge geschickt. Am diesjährigen Life Ball mit dem "Crystal of Hope" ausgezeichnet, errichtete das "Sentebale Projekt" ("Vergiss mein nicht") - ins Leben gerufen von Prinz Harry und Prinz Seeiso von Lesotho - etliche Nachtschulen, die die Buben nun nach getaner Arbeit besuchen können. Eine zweite Dokumentation befasst sich mit einem Projekt der "World Vision"-Entwicklungshilfe: Die 22-jährige Hlobsile musste nach dem Tod ihres Vaters die Schule abbrechen, um sich um ihre Geschwister zu kümmern. Von Kindern geführte Haushalte sind in Swasiland keine Seltenheit, hat die Region doch eine der höchsten HIV-Raten der Welt.

Dem Thema der Stunde widmet sich auch die erste Ausgabe von "60 Minuten.Politik" nach der Sommerpause, wenn Christoph Takacs und Profil-Innenpolitik-Chefin Eva Linsinger mit den Sicherheits- und Asylsprecherinnen und -sprechern der Parlamentsparteien diskutieren:
"Flüchtlinge - Wann kommt Europa in die Gänge?" (22.25 Uhr). Grenzkontrollen, Verteilungsquoten, Wartezonen, Durchgriffsrecht -die europäische und österreichische Politik ringen um Lösungen. Wegen des großen Andrangs wechselte die deutsche Regierung ihren Kurs und setzte das Schengen-Abkommen vorübergehend außer Kraft. In Österreich soll das Bundesheer an den Grenzen aushelfen, um den ungeordneten Übergang in den Griff zu bekommen. Was braucht es, damit Europa endlich handelt? Es diskutieren: Otto Pendl (SPÖ), Werner Amon (ÖVP), Gernot Darmann (FPÖ), Alev Korun (Die Grünen), Nikolaus Scherak (NEOS) und Robert Lugar (Team Stronach).

"Warum Menschen nicht zu Ameisen werden" lautet danach das Motto der aktuellen Dokumentation von Robert Pöcksteiner über das "Ars Electronica Festival 2015: Post City" (23.30 Uhr). Neben der Europapremiere des neuen Mercedes Future Car widmete sich die Messe im ehemaligen Großverteilerzentrum der Post mit dem Schwerpunkt "Post refugee city" mitunter auch neuen Zugängen zur Flüchtlingsthematik.

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