Blecha: Die Stimmen von Jung und Alt müssen stärker gehört werden!

15 Jahre Generationen-Sozialpartner - Pensionistenverbands- und Seniorenrats-Präsident fordert stärkere Einbindung in politische Entscheidungsprozesse

Wien (OTS) - "In Österreich gibt es eine starke, gelebte Generationensolidarität. Jung und Alt sitzen im selben Boot und wir verlangen, dass unsere Stimmen noch stärker gehört werden! Die Anerkennung der Generationen-Sozialpartner (Seniorenrat und Bundesjugendvertretung) wurde gestern dadurch besonders unterstrichen, dass die Präsidentin des Nationalrates Doris Bures zum Festakt ‚15 Jahre Generationen-Sozialpartner‘ ins Parlament eingeladen hat und die Festrede der Bundespräsident Dr. Heinz Fischer gehalten hat", betonte gestern Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) und Vorsitzführender Präsident des Österreichischen Seniorenrates im Rahmen des Festaktes "15 Jahre Generationen-Sozialpartner", die gestern im Österreichischen Parlament stattfand. ****

"Durch eigene Initiativen und unterstützt von der Bundesregierung wird das Mitsprachrecht der älteren und jungen Menschen immer stärker wahrgenommen. Aber Bundesjugendvertretung und Seniorenrat müssen im Vergleich zu den ‚alten‘ Sozialpartnern, den großen wirtschaftlichen Interessensvertretungen, Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB), Wirtschaftskammer Österreich, Bundesarbeitskammer und Landwirtschaftskammer noch immer um Einbindung in alle politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozesse ringen", kritisiert Blecha und führt die Nicht-Einbindung in den Beirat für Wirtschafts-und Sozialfragen sowie das fehlende Stimmrecht in der Selbstverwaltung der Krankenversicherung als Beispiele an: "In der Krankenversicherung tragen die Pensionisten maßgebend zur Finanzierung bei, haben aber kein Stimmrecht."

Volle Einbindung in kommenden Arbeitsmarktgipfel gefordert

"In Österreich ziehen Jung und Alt an einem Strang. Der Dialog der Generationen, die Solidarität zwischen der jüngeren und älteren Generation funktioniert und wird gelebt. Als der Seniorenrat 2000 den Rang eines Sozialpartners erhalten hat, haben wir mit aller Vehemenz sofort die Gleichstellung der Bundesjugendvertretung mit uns erhoben und im Jänner 2011 wurden auch die Jungen als Sozialpartner anerkannt. Jetzt fordern wir gemeinsam die völlige Gleichstellung mit den ‚alten‘ Sozialpartnern u.a. durch eine permanente Gesprächsbasis und durch Informationsaustausch und durch eine Einbindung in den Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen zur Formulierung langfristiger Ziele der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Und wir fordern die volle Einbindung von Bundesjugendvertretung und Seniorenrat in den kommenden Arbeitsmarktgipfel", so Blecha.

Sozialsystem für alle Generationen für die Zukunft sichern -Wertschöpfungsabgabe muss kommen

"Der Generationenvertrag ist nicht überholt. Allerdings wird die Digitalisierung der Arbeitswelt, die 4. Industrielle Revolution, uns dazu zwingen, die rückläufige Beitragsfinanzierung des Sozialstaates durch eine Abgabenfinanzierung - eine Wertschöpfungsabgabe -auszugleichen! Der Generationenvertrag muss daher durch einen Sozialvertrag, der auf mehr Demokratie und weniger Ungleichheit ausgerichtet ist, ergänzt werden. Teil dieses Vertrages müssen auch weiter entwickelte soziale Beziehungen zwischen Jung und Alt, materielle Sicherung, Wohnen aber auch die Bereiche Freizeit und Kultur sein", so der Seniorenrats- und PVÖ-Präsident der abschließend betont: "Die Zukunft erfordert von uns, von Jung und Alt, stärkeres gemeinsames politisches Handeln. Heute hat der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft Priorität. Und das ist nur durch eine funktionierende Generationen-Partnerschaft möglich!" (Schluss)

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GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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