Rasinger/Franz: Bewusstsein für vermeidbare Risiken im Gesundheitswesen stärken

ÖVP-Abgeordnete und Ärzte zum Tag der Patientensicherheit – Informiertheit gibt Sicherheit

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Das Bewusstsein für vermeidbare Risiken im Gesundheitswesen muss geschärft werden, sind sich ÖVP-Gesundheitssprecher Dr. Erwin Rasinger und ÖVP-Abg. Dr. Marcus Franz - beide Ärzte - einig. So sehr Spitäler und andere Gesundheitseinrichtungen wichtige Institutionen zur medizinischen Versorgung sind, so lassen sich dennoch Mängel oder unerwünschte Ereignisse nicht komplett vermeiden. Beim 1. Internationalen Tag der Patientensicherheit morgen, Donnerstag, steht das Thema "Hygiene und Vermeidung von Infektionen in Gesundheitseinrichtungen" im Mittelpunkt.

Eine Publikation des U.S. Institute of Medicine hat Ende 1999 erstmals das Thema Patientensicherheit und Qualität im Gesundheitswesen thematisiert und damit weithin Betroffenheit ausgelöst. Zwischen 44.000 und 98.000 Tote soll das amerikanische Gesundheitswesen nach Angaben des Berichts "To Err is Human. Building a Safer Health System" jährlich zu verzeichnen haben - Tendenz steigend. Grund dafür seien Fehler, die vermeidbar wären und nicht nur menschliches Leid oder Kosten verursachen, sondern auch zu einem Vertrauensverlust führen können.

"Patientensicherheit hat in den letzten Jahren einen großen Stellenwert in den nationalen Gesundheitssystemen erhalten", so Rasinger. Wichtig dabei sei aber auch, nicht nur Gesundheitsexpertinnen und -experten für diese Materie zu sensibilisieren, sondern auch die Patientinnen und Patienten. Ihre Beobachtungen und Erfahrungen seien für das Gesundheitspersonal wertvoll; seien sie doch jene, die den gesamten Prozess des Spitalsaufenthaltes miterleben. "Wir brauchen den mündigen Patienten, der auch nachfragt, wenn er etwas nicht versteht und auch sagt, wenn er glaubt, dass es Mängel in der Hygiene gibt, Hilfsmittel fehlen oder sich in seiner Sicherheit eingeschränkt fühlt", so Rasinger.

"Informiertheit gibt Sicherheit", so Dr. Marcus Franz, Mitglied im Gesundheitsausschuss. "Wir arbeiten an der gezielten Stärkung der Mündigkeit der Patienten. Es ist wichtig, dass die Menschen über grundsätzliche Gesundheitsfragen Bescheid wissen. Dieses Wissen gibt Selbstbestimmtheit und Kontrollmöglichkeit. Gesundheitsbildung muss Teil der Allgemeinbildung sein, damit kann man Patientensicherheit schaffen, die sowohl den Patienten als auch Ärzten zugute kommt", so Franz.

In allen Spitälern sollte es Meldesysteme geben, wo Unfälle und Gefahren gemeldet werden können - ohne Schuldzuweisung, dafür pragmatisch und einfach, so Franz. Eine zweite Meinung ("second opinion") sollte vor großen Operationen oder riskanten medizinischen Maßnahmen und Behandlungen zum Standard gehören.
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