Wiener Bevölkerung fühlt sich sicher - „Die Helfer Wiens“ präsentieren erste Trends aus Wiens größter Sicherheitsbefragung

Wien (OTS) - Die "Helfer Wiens" sind seit Mai mit ihrer "Großen Sicherheitstour 2015" und mehr als 100 Beratungs- und Informationsveranstaltungen in ganz Wien unterwegs. Erstmals wird im Rahmen dieser Aktion auch eine wissenschaftliche Studie zum Sicherheitsgefühl der Wiener Bevölkerung durchgeführt. Jetzt liegen die ersten Trends auf Basis von 2.000 ausgewerteten Fragebögen vor. Die wesentlichen Ergebnisse: Wiens Bevölkerung fühlt sich ausgesprochen sicher, die klassischen Blaulicht-Organisationen Feuerwehr, Polizei und Rettung genießen höchstes Vertrauen, aber die Stadt könnte heller sein - Ängste wecken nämlich am ehesten schlecht beleuchtete und wenig frequentierte Bereiche.

"Bei den hier vorgestellten Ergebnissen handelt es sich um erste Trends und einen Zwischenbericht", erklärt Wolfgang Kastel, Geschäftsführer der "Helfer Wiens". Insgesamt erwartet sich die Sicherheitsinstitution, die Kommunikations- und Informationsdrehscheibe des einzigartigen Wiener "K-Kreis" mit 38 Partnern aus allen Einsatzkräften, sicherheitsrelevanten Dienststellen der Stadt Wien und stadtnahen Unternehmen ist, mehr als 5.000 schriftlich ausgefüllte Fragebögen. Dank dieser größten jemals durchgeführten Sicherheitsbefragung, die von WIEN ENERGIE unterstützt wird, ist es möglich, regional unterschiedliche Sicherheitsbedürfnisse der Bevölkerung bis hinunter auf Bezirksebene festzustellen. "Die konkreten Ergebnisse werden in politische Planungen und Entscheidungen einfließen", verspricht Prof. Harry Kopietz, Wiens Erster Landtagspräsident und auch Vizepräsident der "Helfer Wiens".

Mehr als 85 Prozent sehen Wien als sichere Stadt

Die Donaumetropole gilt als eine der sichersten Städte der Welt - und wird auch von der Bevölkerung so empfunden. Mehr als 85 Prozent der Befragten stimmen zu, dass Wien "auf jeden Fall" beziehungsweise "eher schon" diesen Ruf genießt.

Nach dem persönlichen Gefühl befragt, geben knapp 35 Prozent an, sich "sehr sicher" zu fühlen, rund die Hälfte der Befragten fühlen sich "eher sicher". Vergleichsweise nur 2,8 Prozent fühlen sich dagegen subjektiv "gar nicht sicher".

In Zusammenhang mit Kriminalität gilt die größte Sorge Diebstählen und Eigentumsdelikten, durch die sich fast die Hälfte der Befragten bedroht fühlen. Knapp ein Drittel fürchtet Angriffe gegen die eigene Person, etwa einen Überfall. Bei diesen Ergebnissen muss aber unbedingt berücksichtigt werden, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in der Fragestellung bereits explizit auf diese Möglichkeiten angesprochen wurden, sozusagen darauf "gestoßen" wurden.

Ruf nach besserer Beleuchtung

In der Frage, in welchen Bereichen sich Wienerinnen und Wiener weniger sicher fühlen, liegen "schlecht beleuchtete Bereiche" mit Abstand an erster Stelle (60,8 Prozent), gefolgt von U-Bahn-Stationen (43,7 Prozent), Garagen (35,7 Prozent) und Parks (30 Prozent). Alles Bereiche, in denen Lichtverhältnisse, Weitläufigkeit und - in Nachtstunden - wenig Frequenz Unsicherheitsgefühle hervorrufen können.

Am größten ist das Sicherheitsgefühl dagegen in stark belebten Einkaufsstraßen und Einkaufszentren sowie in der persönlichen Wohnumgebung. Letzteres Ergebnis bildet sich auch in der sehr hohen individuellen Wohnzufriedenheit ab, die in anderen aktuellen Studien ausgewiesen wird.

Bestnoten für Einsatzorganisationen

In der Frage, wer in Wien besonders zur Sicherheit beiträgt, liegen die drei klassischen Blaulicht-Organisationen Polizei, Berufsfeuerwehr Wien und die Rettungsdienste mit überdeutlichem Abstand an den ersten drei Stellen. Auf Platz vier sehen sich bereits die Befragten selbst - knapp ein Viertel gibt an, "selbst, als Bürgerin oder Bürger" zur Sicherheit beitragen zu können.

So sehr der größte Beitrag zur Sicherheit bei den Einsatzorganisationen gesehen wird, so wenig trifft das auf die Wiener Stadtverwaltung oder die Politik zu. Die Bevölkerung unterscheidet also realistisch zwischen aktivem Einschreiten in Notfällen durch professionelle Einsatzteams auf der einen sowie Verwaltung und Politik auf der anderen Seite. Interessant in diesem Zusammenhang: Auch die Rolle privater Sicherheitsdienste - immer wieder Gegenstand politischer Diskurse - wird von den Befragten nur als äußerst untergeordnet eingeschätzt.

Sehr gute Werte weist auch - trotz durchaus verunsichernder wirtschaftlicher Nachrichten - das Vertrauen in das soziale Netz aus, das fraglos einen Teil zum persönlichen Sicherheitsgefühl beiträgt. Acht von zehn Befragten vertrauen "sehr" oder "eher schon" in die soziale Sicherheit.

Wissenslücken in Sachen Erste Hilfe

Dass der Wert von Erste-Hilfe-Auffrischungskursen - die von den "Helfern Wiens" und ihren Partnern angeboten werden - nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, beweist die persönliche Selbsteinschätzung der Befragten. Immerhin 23,1 Prozent erklären bei der Frage, ob sie in der Lage wären, "richtig Erste Hilfe" zu leisten, dass sie wieder einen Kurs bräuchten. Und weitere 7,4 Prozent sagen, dass sie dazu "gar nicht" imstande wären.

Befragung jetzt auch online

Wiens größte Sicherheitsbefragung läuft noch bis Ende Oktober. Die letzte Möglichkeit, schriftlich daran teilzunehmen - und dabei eventuell auch einen von vielen Preisen zu gewinnen - gibt es am Wiener Sicherheitsfest, 25. und 26. Oktober 2015, Wiener Rathausplatz. Sowie jetzt, in der Finalphase, auch online. Der Link zum Fragebogen, der genauso anonym ausgewertet wird, steht auf dem offiziellen Webportal der "Helfer Wiens" bereit:
www.diehelferwiens.at

Fotos demnächst unter www.wien.gv.at/pressebilder
(Schluss)

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Wolfgang Kastel
Geschäftsführer „Die Helfer Wiens“

Telefon: (01) 533 71 06
Mobil: 0676 8118 00 144
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www.diehelferwiens.at

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