Junge Industrie Wien begrüßt Öffnung von Sozialminister Hundstorfer im Asylthema

JI-Wien Vorsitzender Griller: Qualifikationen von Flüchtlingen als Chance für Industrie und Wirtschaft – Möglichkeiten für Arbeitsmarkt aufzeigen und fördern – Integration durch Arbeit

Wien (OTS) - "In Österreich stellt sich leider immer noch viel zu oft die Frage: "Woher kommst du?" anstatt "Was kannst du?". Viele der Flüchtlinge sind hochqualifizierte Arbeitskräfte mit guter Ausbildung, oft sogar genau in den Bereichen, in denen in Österreich Fachkräftemangel herrscht. Es gilt nun gezielt diese Leute zu finden und sie so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt zu holen um zu vermeiden, dass dieses enorme Potenzial nicht ausgeschöpft wird", betont Mag. Nikolaus Griller, Vorsitzender der Jungen Industrie Wien anlässlich der Erklärung von Sozialminister Hundstorfer Asylwerbern einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Es gälte nun die Qualifikationen der Flüchtlinge zu erheben, auszuwerten und im besten Fall genau dort einzusetzen, wo man einen Mangel an Fachkräften beheben kann.

Ein schnellerer Zugang zum Arbeitsmarkt ist in diesem Fall jedoch nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Zusätzlich dazu sieht Griller beim Thema der Anerkennungen von Ausbildungen großen Aufholbedarf. Eine Qualifikationserhebung am Beginn des Verfahrens würde demnach sowohl für Asylwerber als auch die Wirtschaft eine positive Entwicklung bedeuten. Die Vermittlung an einen geeigneten Arbeitsplatz und den Kontakt zu Unternehmen könnte dadurch deutlich beschleunigt und erleichtert werden. "Rund 6% der 17.000 im Juni arbeitslos gemeldeten Asylberechtigten haben eine höhere oder akademische Ausbildung absolviert. Es darf nicht sein, dass wir diese hochqualifizierten Menschen im Land sitzen haben und ihnen eine bürokratische Hürde nach der anderen in den Weg legen und sie so vom Arbeitsmarkt fern halten. Das sind Menschen, die die Unternehmen und die Wirtschaft brauchen. Deshalb sollten wir alles daran setzen, sie möglichst rasch in ihre gelernten Berufe zurückzubringen", so Griller.

Solange Asylwerber noch auf ihre Bescheide warten, wäre es laut Griller auch sinnvoll, den Menschen in dieser Zeit die Möglichkeit einer geringfügigen Beschäftigung oder Aushilfstätigkeit zu geben. Nicht nur aus humanitärer, sondern vor allem auch aus ökonomischer Sicht wäre das eine vernünftige Lösung diesen Menschen eine Beschäftigung während Ihres Verfahrens zu ermöglichen. "Ein schneller Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylwerber ist somit in jeglicher Hinsicht unumgänglich. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist jede Arbeitskraft gefordert und vor allem kann durch Arbeit auch gesellschaftliche Integration entstehen, die Vorurteile und Klischees abbaut und somit Populismus keine Chance auf Einzug gibt", betont Griller.

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