AUF-Herbert/Schmiedt: Asyl-Chaos in Wien gefährdet die Sicherheit in der Bundeshauptstadt

Polizistinnen und Polizisten werden im Rahmen des Asyl-Einsatzes von BM.I und Landespolizeidirektion Wien gnadenlos verheizt

Wien (OTS) - "Der Flüchtlingsstrom nach Österreich fordert mittlerweile sämtliche Personalressourcen der Wiener Polizei. Die normale Polizeiarbeit findet nicht mehr statt. Der gesamte Dienstbetrieb wird der Asylproblematik und den daraus resultierenden Einsätzen untergeordnet", stellten heute der freiheitliche Bereichssprecher für den Öffentlichen Dienst und AUF-Bundesvorsitzende, Bundesrat Werner Herbert, und der Vorsitzende der AUF-Wien, Albert Schmiedt, fest.

"Der tägliche Streifendienst findet praktisch nicht mehr statt. Immer öfter werden Funkwagen, die eigentlich durch die Bezirke streifen und dort präventiv wirken sollten, zur Bewachung von Flüchtlingsunterkünften und der Eskortierung von Flüchtlingstransporten eingesetzt. Darüber hinaus werden die Polizeiinspektionen personell ausgeblutet, weil die dort eigentlich dienstversehenden Exekutivbeamten im Rahmen ihrer Verwendung in Ordnungsdiensteinheiten derzeit laufend zur Sicherung des Westbahnhofes herangezogen oder aber auch gleich mehrere Hundert Exekutivbeamte zum Grenzeinsatz in das Burgenland beordert werden", so Herbert. Diese Polizistinnen und Polizisten fehlen natürlich in den Bezirken und Polizeiinspektionen, weil der normale Polizeialltag weitergeht und kriminelle Elemente ihren strafbaren Handlungen -vielleicht sogar unter Ausnützung der aktuellen Situation noch stärker als zuvor - ungehemmt fortsetzen.

"Es ist aber auch die Art und Weise, wie das BM.I und die Landespolizeidirektion Wien mit unseren Polizistinnen und Polizisten umgeht, unter jeder Kritik. Einsätze mit einer durchgehenden Dauer bis zu 24 Stunden ohne Pausen - und dass mehrmals kurzfristig hintereinander - zehren nicht nur an der körperlichen Substanz. Dazu kommt, dass es für die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten in Brennpunktbereichen, wie beispielsweise am Wiener Westbahnhof, keine Versorgung durch die Landespolizeidirektion Wien gibt. Während die Asylanten im Westbahnhof bestens und kostenlos mit Nahrung versorgt werden, darf sich der Exekutivbeamte - sofern überhaupt vorhanden -vom nahegelegenen Würstelstand auf eigene Kosten versorgen", erklärt Schmiedt. Die AUF lässt aber unsere Polizistinnen und Polizisten nicht im Stich und versorgt die Kolleginnen und Kollegen auf eigene Kosten mit Getränken und kleinen Snacks, um ihnen wenigstens auf diese Weise den anstrengenden und oft mühsamen Dienst einigermaßen erträglicher zu gestalten und ihnen auf diese Weise auch jene Wertschätzung entgegen zu bringen, die ihnen vom Dienstgeber leider versagt wird.

"Es ist daher nur eine Frage der Zeit, wann die Wiener Polizei mangels noch verfügbarer und einsatzfähiger Exekutivbeamte endgültig personell kollabiert. Mit der momentanen Einsatzdichte und der damit verbundenen oftmals ausufernden Einsatzdauer ist dies nur eine Frage weniger Wochen. Leider geben sich aber mittlerweile auch die Verantwortungsträger im BM.I und der Landespolizeidirektion Wien offenbar der kollektiven Konzeptlosigkeit hin, denn anders ist dieses bedingungslose Verheizen unser Polizistinnen und Polizisten nicht erklärbar", so Herbert und Schmiedt, die die sofortige Aufnahme von Verhandlungen im Rahmen der Personalvertretung über die weitere Vorgangsweise hinsichtlich Anzahl und Dauer bei notwendigen Kommandierungen von polizeilichen Einsatzkräften im Rahmen der Asyleinsätze fordern.

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