Niemand ist mit 17 volljährig!

SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser bezeichnet Niederösterreichs Ankündigung, 17-jährige Flüchtlinge in Erwachsenenquartiere unterzubringen als „völlig falschen Weg“

Wien (OTS) - "Rund drei Viertel der österreichischen jungen Erwachsenen leben mit 21 noch bei ihren Eltern, weil sie nicht auf eigenen Beinen stehen können - wie kann Landeshauptmann Erwin Pröll dann davon ausgehen, dass 17-Jährige, die vor Krieg und Terror geflüchtet sind, ohne altersgerechte Betreuung zurecht kommen", fragt Christian Moser.

Bislang habe Niederösterreich bei den Betreuungsstandards für geflüchtete Kinder und Jugendliche vorbildlich agiert. "Dass man nun auf Kosten dieser jungen Menschen sparen will macht mich fassunglos -Kinderrechte sind nicht teilbar."

Denn geflüchtete Kinder und Jugendliche bräuchten besonderen Schutz und Hilfe: "Sie sind völlig auf sich allein gestellt und schwer traumatisiert - sie brauchen jemand, der sich um sie kümmert", sagt Christian Moser. Diese Vorgehensweise widerspreche sowohl internationalen Konventionen als auch dem österreichischen Kinder-und Jugendrecht.

SOS-Kinderdorf fordert die völlige Gleichstellung von minderjährigen Flüchtlingen mit österreichischen Kindern, die nicht bei ihren Eltern leben können, denn: "Ein Kind ist ein Kind, egal, wo es geboren ist", sagt Christian Moser.

Rückfragen & Kontakt:

Martina Stemmer
Pressesprecherin
Mobil +43 699 111 532 46
martina.stemmer@sos-kinderdorf.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SOS0001