KURIER weist die Entscheidung 2015/018 des Presserats zurück

Wien (OTS) - Die Darstellung in der Aussendung des Presserats ist inhaltlich nicht nachvollziehbar und eine Interpretation, die aufgrund der Faktenlage falsch ist: Der Presserat hat selbst festgestellt, dass für die beanstandeten Artikel weder direkt oder indirekt bezahlt wurde. Weiters hat der Presserat eine unterscheidbare Kennzeichnung der Artikel festgestellt. Aktuelle Marktinformationen aus unterschiedlichen Themenkreisen werden redaktionell objektiv aufbereitet. Ein Vergleich mit der Arbeitsweise eines Journalisten etwa bei politischer oder wirtschaftlicher Information ist wirklichkeitsfremd. Ebenso die ableitbare Forderung redaktionelle Artikel mit positiver/freundlicher Textierung zwingend als "Anzeige" kennzeichnen zu müssen. Man könnte die Ausführungen des Presserats auch so interpretieren, dass Berichte über neue Produkte von Unternehmen zwingend eine negativ-kritische Grundausrichtung haben müssen, um überhaupt so von Journalisten im Senat als "adäquate Berichterstattung" zugelassen zu werden. Das ist nicht unsere Haltung, daher widerspricht in diesem Fall der Standpunkt des hochgeschätzten Presserats der Realität im Jahr 2015 und unserem Verständnis von Information über Marktneuheiten. Wir empfehlen dem Presserat daher, seine Maßstäbe und die Beurteilung von angeblich "zu freundlicher Produktberichterstattung" generell zu überdenken und sein Augenmerk auf rasche Entscheidungen zu aktuell wesentlich wichtigeren Themen im Medienwesen zu richten.

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