„Ich kämpfe weiter!“ – Kira Grünberg im „Thema“-Exklusivinterview

Außerdem am 14. September: Feldbetten für Schlepper; Nepalesen auf der Rax

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 14. September 2015, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

"Ich kämpfe weiter!" - Kira Grünberg im Exklusivinterview

Der 24. August 2015 hätte mit dem WM-Debüt in Peking der größte Tag in Kira Grünbergs sportlicher Karriere werden sollen. Nur noch fünf Zentimeter haben der besten Stabhochspringerin Österreichs auf die erforderlichen 4,50 Meter für die Qualifikation gefehlt. Die Sportwelt war sich einig: Die 22-jährige Ausnahmesportlerin würde das schaffen. Doch drei Wochen davor platzte der Traum auf tragische Weise. Bei einem Trainingssprung passiert ein fataler Fehler. Kira Grünberg landet nicht auf der Matte, sondern eineinhalb Meter davor und prallt mit dem fünften Halswirbel auf dem sogenannten Einstichkasten auf. Seitdem ist sie vom Hals abwärts querschnittgelähmt. Seit drei Wochen ist Kira Grünberg jetzt in der Tiroler Rehaklinik Bad Häring und denkt nicht ans Aufgeben. Mit demselben Ehrgeiz und Mut wie in ihrer sportlichen Karriere kämpft sie sich jetzt zurück ins Leben. Für "Thema" gibt sie Christoph Feurstein ihr erstes TV-Interview nach dem Unfall. Sie spricht über ihre Erinnerung daran, über Ängste, Hoffnungen, die bewegende Anteilnahme und ihre Pläne für die Zukunft.

Feldbetten für Schlepper

Österreichs Gefängnisse gehen über: Für die Schlepper gibt es inzwischen Feldbetten und Matratzen, weil die Schlafplätze nicht mehr ausreichen. Anfang Juli waren österreichweit noch 147 Schlepper in Untersuchungshaft, aktuell 405. In der Justizanstalt Eisenstadt sitzen um 50 Prozent mehr Häftlinge als vorgesehen, jeder dritte ist ein Schlepper. "Ich war arbeitslos, habe 300 Euro angeboten bekommen, die ich für die Schule meiner siebenjährigen Tochter gebraucht hätte", erzählt ein zu 18 Monaten Haft verurteilter Bulgare im "Thema"-Interview. Ein kleines Rädchen im großen Geschäft mit dem Menschenschmuggel. Unterwegs sind aber auch Hunderte Fluchthelfer aus Österreich. Wie gefährlich ist es, wenn sie in ihrem Auto Flüchtlinge aus Ungarn hierherfahren? Welche Strafen drohen? Christian Zechner und Oliver Rubenthaler haben recherchiert.

Nepalesen auf der Rax

Er kocht gerne Schweinsbraten und Linsen mit Speck. Mimgmar Tamang ist 27 Jahre alt und kommt aus Nepal. Seit Mai arbeitet er in der Seehütte auf der Rax in Niederösterreich. Leicht war es für ihn nicht, seine Eltern und seine Freundin zu verlassen. Im April haben zwei gewaltige Erdbeben das kleine Land erschüttert. Fast 9.000 Menschen sind ums Leben gekommen. Die Familie von Mimgmar Tamang hat überlebt, doch in ihrem Heimatort sind so gut wie alle Häuser zerstört. "Meine Eltern müssen noch immer im Kuhstall leben, weil ihr Haus kaputt ist", erzählt der Nepalese. In der Seehütte hilft Mimgmar in der Küche. Über die Sommermonate verdient er fast 7.000 Euro. Das ist ein kleines Vermögen für den jungen Mann. In Nepal bekommt er als Touristenführer nur etwa 1.000 Euro im Jahr. Von der nepalesischen Regierung dürfen sich die Nepalesen kaum Unterstützung für den Wiederaufbau erwarten, berichtet Birgit Brunner.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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