„Kulturmontag“ am 14. September: Streitfall Haus der Geschichte, Lovestory Hepburn-Holden und Stardesigner Gaultier live im Studio

Außerdem Doku: „Ein Kopf voller Eier – Der Visionär Friedrich Kiesler“

Wien (OTS) - Einen abwechslungsreich-gehaltvollen "Kulturmontag" präsentiert Clarissa Stadler am 14. September 2015, um 22.30 Uhr ORF 2: Im Fokus steht u. a. das kontrovers diskutierte neue Museumsprojekt "Haus der Geschichte", das bis 2018 realisiert werden soll und diese Woche im Detail vorgestellt wurde. Thema ist weiters eine neue Romanbiografie über die tragische heimliche Lovestory der Hollywoodstars Audrey Hepburn und William Holden. Außerdem begrüßt das Kulturmagazin anlässlich seiner Ausstellung in München sowie seines aktuellen Wien-Engagements den französische Stardesigner Jean Paul Gaultier live im Studio. Im Anschluss beleuchtet Claudia Teissigs Dokumentation "Ein Kopf voller Eier - Der Visionär Friedrich Kiesler" über den austroamerikanischen Gesamtkünstler dessen Wirken und Einflüsse bis in die Gegenwart.

Streitfall "Haus der Geschichte": Prestigeprojekt des Kulturministers am Prüfstand

2018, hundert Jahre nach Gründung der Ersten Republik, soll in der Neuen Burg am Heldenplatz das "Haus der Geschichte" seine Pforten öffnen. Diese Woche haben Kulturminister Josef Ostermayer und Historiker Oliver Rathkolb erste Pläne für das im Vorfeld bereits konfliktbehaftete Museumsprojekt vorgestellt, das auf 3.000 Quadratmetern die Historie der Ersten und Zweiten Republik anhand von thematischen Schwerpunkten präsentieren soll. Von der Opposition kommt postwendend Kritik - u. a. ob der inhaltlichen Ausrichtung. Wie etwa soll Österreich umgehen mit der Biografie von Bundeskanzler Engelbert Dollfuß, der ab 1933 diktatorisch regiert hat, dessen Porträt aber noch immer im Parlamentsclub der ÖVP hängt? Und warum errichtet sich Österreich ein Denkmal der eigenen Geschichte ausgerechnet in jenem Bau, von dessen Balkon herab Adolf Hitler 1938 den Anschluss Österreichs an Deutschland verkündet hat? Der "Kulturmontag" hat mit Minister Ostermayer und Historiker Rathkolb über das Projekt gesprochen und geht der Frage nach, inwieweit sich ein objektives Geschichtsbild konstruieren lässt.

Die Welt von Jean Paul Gaultier - Der französische Stardesigner live zu Gast im Studio

Jean Paul Gaultier, das einstige Enfant terrible der Modewelt, zählt nach 40 Jahren immer noch zu den gefragtesten Couturiers der Branche. Toleranz und das Recht darauf, anders zu sein als die anderen, sind dem Designer wichtig, der spielerisch die Grenzen der Mode, der Kulturen und der Geschlechter überschreitet und mit Amüsement gegen Genre- und Anstandsregeln verstößt. Im Vorjahr gab er seinen Rückzug vom Prêt-à-porter bekannt und widmet sich ausschließlich der Haute Couture sowie seiner erfolgreichen Ausstellung, die seit mehreren Jahren durch die Welt tourt. Nächste Station ist die Kunsthalle in München, wo am 18. September die Show "Jean Paul Gaultier. From the Sidewalk to the Catwalk" eröffnet. Glamour bringt Gaultier auch nach Wien und präsentiert im Swarovski-Flagshipstore eigene Kreationen. Der "Kulturmontag" begrüßt Gaultier live im Studio.

Neue Romanbiografie "Audrey und Bill" über Audrey Hepburns heimliche Liebe William Holden

Sie war eine Stilikone des 20. Jahrhunderts und ihr Gesicht wie geschaffen für die Leinwand: Audrey Hepburn war der Inbegriff von Eleganz, Anmut und Fragilität und definierte mit ihrer grazilen Androgynität einen neuen Sexappeal, der im Gegensatz zur Weiblichkeit einer Marilyn Monroe stand. Über Hepburns Anfänge in Hollywood hat Edward Z. Epstein nun eine neue Romanbiografie geschrieben, in der er auch ein bis dato gut gehütetes Geheimnis lüftet: die Liebesgeschichte von Audrey Hepburn und William Holden. Während sie noch ganz am Anfang ihrer Karriere stand, war "Golden Holden" bereits ein alter Hase im Showgeschäft. Fest entschlossen, sich von seiner Frau scheiden zu lassen, machte er Audrey einen Antrag. Doch sie lehnte ab - aus guten Gründen, wie Epstein in "Audrey und Bill" schreibt. Der "Kulturmontag" hat den Autor und Audrey Hepburns Sohn Lucca Dotti zum Interview getroffen.

Dokumentation "Ein Kopf voller Eier - Der Visionär Friedrich Kiesler"

Charmant, schräg und charismatisch, unglaublich kreativ, kommunikativ und kompromisslos - Friedrich Kiesler, der Meister der Selbstinszenierung, faszinierte seine Zeitgenossen als Künstler, Architekt und Theoretiker. Am 21. September jährt sich der Geburtstag des Tausendsassas zum 125. Mal. Anlässlich des dreifachen Jubiläums -er vollendete 1965 sein Hauptwerk "Schrein des Buches" und starb noch im selben Jahr - begibt sich Claudia Teissig zwischen Wien, New York, Berlin, Los Angeles und Jerusalem auf filmische Spurensuche nach dem Vermächtnis dieser Schlüsselfigur der Avantgarde.

Der "Kulturmontag" wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

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