Stronach/Steinbichler: Unverantwortliche Konzernpolitik mit Schuld an Flüchtlingskrise

Landhandel, Armut und Ausbeutung treiben immer mehr Menschen in die Flucht

Wien (OTS) - Einen bisher weitgehend unbeachteten Aspekt der aktuellen Flüchtlingskrise zeigt Team Stronach Agrar- und Wirtschaftssprecher Leo Steinbichler auf: "Laut aktuellen Zahlen der FAZ sind nur 2,7 Prozent der Flüchtlinge asylberechtigt, alle anderen sind Wirtschaftsflüchtlinge. Schuld an dieser Völkerwanderung ist zu einem Großteil die unverantwortliche Konzernpolitik, die die Bevölkerung vor Ort ausbeutet und sogar Menschenleben in Kauf nimmt, nur um höhere Gewinne zu erzielen", kritisiert der Abgeordnete. Er fordert Regierung und EU auf, sich auf die Behebung dieser Fehlentwicklungen in den ca. 500 Krisengebieten weltweit zu konzentrieren, " anstatt das Flüchtlingschaos bei uns zu bejammern. Denn sonst ist das, was wir jetzt erleben, nur die Spitze eines gigantischen Eisbergs", warnt der Team Stronach Abgeordnete.

Die Bevölkerung in den Entwicklungsländern muss für einen Hungerlohn arbeiten und ihr Land wird ihnen für einen Spottpreis abgenommen, damit die Broker der Konzerne damit spekulieren können, so Steinbichler. "Wenn eine alleinverdienende Mutter in Äthiopien mit sieben Kindern monatlich umgerechnet 25 Euro für die harte Arbeit in der Gemüsefarm bekommt, wie soll sie dann ihre Familie ernähren? Es ist nur verständlich, dass tausende Menschen wie sie als Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa kommen", erklärt Steinbichler. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Publikationen von Petra Ramsauer "So wird Hunger gemacht" und Kurt Langbein mit "Landraub", der auch einen Film zu diesem Thema gemacht hat.

Bedauerlicherweise hätten aber auch die TTIP-Verhandlungen nur das Ziel, "diese zerstörerische Konzernpolitik weiterzuführen - auf Kosten der klein- und mittelständischen Unternehmen und der regionalen Strukturen in diesen Ländern", mahnt Steinbichler.

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