GPA-djp solidarisch im Kampf gegen prekäre Arbeitsverhältnisse bei Sports Direct

Internationale Kampagne gegen drakonische Vorgangsweise des britischen Konzerns – zu lange Toilettenbesuche und Krankenstände bedeuten Kündigung

Wien (OTS) - Dass ArbeitnehmerInnen-Rechte beim englischen Handelskonzern Sports Direct keinen großen Stellenwert haben, das haben die Beschäftigten in Österreich bei der Übernahme der Sport-Eybl-Experts-Gruppe im Vorjahr zu spüren bekommen: mit Unterstützung der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) setzte der Betriebsrat einen Sozialplan für die von den Filialschließungen betroffenen Gekündigten durch. Die Einführung eines Provisionssystems, aus dem nicht hervorging, wofür es Prämien geben sollte wurde ebenso verhindert wie eine Dienstuniform ohne Taschen, was gleichzusetzen ist mit einem Diebstahls-Generalsverdacht.++++
Während es in Österreich gelungen ist, diese Verstöße gegen ArbeitnehmerInnenrechte zu verhindern, bedeutet Sports Direct für die britischen Gewerkschaften eine Großbaustelle: die Belegschaft ist konfrontiert mit Unterbezahlung, Null-Stunden-Verträgen und drakonischen Maßnahmen - wenn beispielsweise der Supervisor der Meinung ist, dass jemand nicht effizient genug arbeiten, kann er via Lautsprecherdurchsage gerügt werden. Für zu lange dauernde Toilettenbesuche, Krankenstände oder Gespräche mit KollegInnen gibt es Strafpunkte, sechs Strafpunkte bedeuten die Kündigung. Die britische Gewerkschaft Unite nützte die Aktionärsversammlung von Sports Direct für einen landesweiten Aktionstag und einem Vernetzungstreffen internationaler Gewerkschaften, an dem sich auch VertreterInnen von Gewerkschaften aus Frankreich und Belgien beteiligten: "Ziel unseres Treffens war der Austausch über Sports Direct und die Planung gemeinsamer Aktivitäten, um diese Praktiken abzuschaffen", berichtet die Sandra Breitender, die für die GPA-djp an dem Treffen in Shirebrook teilnahm, wo sich die Konzernzentrale befindet.
"Der Handlungsbedarf liegt auf der Hand, auch wenn die Beschäftigten in Österreich von diesen drakonischen Maßnahmen nicht betroffen sind. Wir sind absolut solidarisch mit den Anliegen der KollegInnen der Unite", bekräftigt GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian.

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