Blecha: Pflegesystem ausbauen und Finanzierung sichern

In Zukunft wird Pflege in JEDER Familie ein Thema sein

Wien (OTS) - "Pflege wird in Zukunft in jeder Familie ein Thema sein! Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Österreich auf rund 900.000 verdoppeln. Damit auch in Zukunft jeder, der in Österreich Pflege benötigt, diese - unabhängig vom Wohnort und Geldbörsel - erhält, müssen wir unser Pflegesystem weiter ausbauen und seine Finanzierung sichern", betont Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ). "Österreich hat eines der besten Pflegesysteme der Welt, in keinem Land erhalten mehr Menschen Pflegegeld (aktuell rund 450.0000). Aber wir müssen es rasch an die Herausforderungen der Zukunft anpassen. Denn Altern in Würde ist ein Menschenrecht", so der Präsident der größten und mitgliederstärksten Seniorenorganisation Österreichs. ****

"Durch Sozialminister Rudolf Hundstorfer wurden in den letzten Jahren zahlreiche positive Reformen umgesetzt, um die Lebensqualität von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen zu verbessern und die Finanzierung des Systems zu stärken. Wir haben Druck gemacht und deshalb ist Pflege in Österreich seit 2014 regress-frei. Die 24-Stunden-Pflege ist legalisiert, Pflegeteilzeit und Pflegekarenz sind Wirklichkeit. Die Übernahme der Sozialversicherung durch den Bund und der Ausbau der mobilen Pflege hat pflegende Angehörige enorm entlastet. Jetzt aber brauchen wir einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz, damit ArbeitnehmerInnen, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, mehr Rechtssicherheit- und Schutz erhalten", so Blecha.

Finanzierung des Pflegefonds auch nach 2018 sichern

"Für unser Pflegesystem ist eine sichere, langfristige Finanzierung notwendig. Der Pensionistenverband verlangt daher, dass die Finanzierung des Pflegefonds nach 2018 gesichert und gesetzlich garantiert wird. Bund und Länder müssen an einem Strang ziehen und Pflegestrukturen modernisieren", stellt Blecha klar.

Forderungen des Pensionistenverbandes im Pflegebereich:

+ Rechtsanspruch auf Pflegekarenz und Pflegeteilzeit
+ bundeseinheitliche Standards für Pflege und Betreuung
+ verstärkten, flächendeckenden Ausbau von "Betreutem Wohnen", der stationären und mobilen Dienste, der Tagesbetreuungseinrichtungen, der Nacht- und Wochenendpflegeangebote
+ die konsequente Umsetzung der Demenzstrategie
+ die Aufwertung des Pflegeberufs durch faire Entlohnung und bessere Ein-, Auf- und Umstiegsmöglichkeiten (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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