Flüchtlinge: Volljährigkeit ist nicht verhandelbar

Grüne NÖ/Krismer: Asylwerbende Jugendliche brauchen mehr Aufmerksamkeit

St. Pölten (OTS) - "Messt uns daran, welche Politik für Kinder und Jugendliche gemacht wird. Egal ob Asylwerbende oder österreichische Kinder und Jugendliche, alle müssen die gleichen Rechte haben!", richtet die Grüne Klubobfrau im NÖ Landtag, Helga Krismer, der ÖVP Niederösterreich aus. Auch in Niederösterreich gilt die UN-Kinderrechtskonvention, wo als Kind jene Personen gelten, die das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

"17-jährigen Flüchtlingen wurde im Leben schon sehr viel abverlangt und die Jugend wurde ihnen geraubt. Als Strafe noch ein Jahr seitens des Landes zu stehlen, ist moralisch nicht vertretbar", so Helga Krismer, die die Diskussion eigentlich in die andere Richtung führen möchte.

Im NÖ Jugendgesetz wird Jugend bis unter 25 Lebensjahren gefördert. In anderen Normen haben junge Erwachsene bis zum 30. Lebensjahr Berücksichtigung. Die bisherige Erfahrung zeigt: In Quartieren für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ist es für 17-Jährige jetzt schon schwer, weil sie oft nach einigen Monaten die Gruppe wieder verlassen müssen und als Erwachsene gelten.

"Es braucht hier alternative Ansätze, die sich zum Beispiel auf Schul- bzw. Lehrabschlüsse beziehen. Keine Eltern werfen ihre Kinder aus dem Nest, wenn sie noch nicht selbstständig sein können. Das muss auch für Niederösterreich gelten", so Helga Krismer, die bedauert, dass der Sparstift bei Menschen statt bei Straßen angesetzt wird.

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