„Kinder sind Kinder!“

Integrationshaus kritisiert Pläne in Ober- und Niederösterreich zur Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

Wien (OTS) - "Die UN-Kinderrechtskonvention, die auch von Österreich ratifiziert wurde, definiert Kinder als Menschen, die das 18. Lebensjahr noch nicht abgeschlossen haben. Und Basta." So kommentiert Georg Dimitz, Vorstandsmitglied des Integrationshauses, die Pläne in Ober- und Niederösterreich zur Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. "Bei der Betreuung von Kindern, einer besonders schutzwürdigen Gruppe, zu sparen, ist schlicht menschenrechtswidrig. Und gerade die Kinder, die alleine ohne Eltern auf der Flucht sind, aus diesen Kinderschutzmaßnahmen hinausdrängen zu wollen, ist zudem äußerst inhuman. Menschenrechte sind nicht teilbar!"

Im Projekt Caravan, zwei sozialpädagogische Wohngemeinschaften im Integrationshaus, finden derzeit 20 unbegleitete minderjährige Kinder und jugendliche Flüchtlinge im Alter von etwa 13-18 Jahren ein Zuhause. Die minderjährigen Burschen und Mädchen werden im Rahmen der Grundversorgung und Jugendwohlfahrtmaßnahmen ("Volle Erziehung") aufgenommen. Neben der Bereitstellung von sozialpädagogischer Betreuung, Unterkunft und Verpflegung gehört die Abklärung der rechtlichen Situation zu unseren Aufgaben. "Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Bereich der medizinischen bzw. psychologischen Betreuung. Dabei geht es neben der medizinischen Abklärung vor allem um die psychische Stabilisierung und Aufarbeitung von erlebten traumatischen Erlebnissen", so Jawad Daneshpajou, Leiter des Projekts Caravan.

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