Katholischer Familienverband trauert um seinen Altpräsidenten Helmuth Schattovits

Wien (OTS) - "Helmuth Schattovits wurde nicht müde darauf hinzuweisen, dass innerhalb der Familie wertvolle Leistungen erbracht und von der Gesellschaft entsprechend honoriert werden müssen. Er hat sich beherzt dafür eingesetzt, dass Familien in unserem Land gute Rahmenbedingungen vorfinden", sagt der Präsident des Katholischen Familienverbandes, Alfred Trendl. Helmuth Schattovits, von 1970 bis 1978 Präsident des Katholischen Familienverbandes, ist heute Vormittag im Alter von 76 Jahren verstorben. Der Katholische Familienverband spricht der Familie seine Anteilnahme aus.

Als Präsident des Katholischen Familienverbandes forderte Schattovits u.a. vier Jahre Pensionsanspruch für Pflege und Betreuung, eine regelmäßige Valorisierung der Familienleistungen, die Familie in der Verfassung zu verankern und trat entschieden gegen die Benachteiligung von Mehrkindfamilien auf. Nachhaltiger Erfolg in seinem Bemühen um die Anerkennung von Familienleistungen wurde ihm mit der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes 2002 beschieden. Auf seine Initiative hin wird die Betreuung eines Kindes in den ersten Jahren abgegolten und ist zudem pensionsbegründend.

Lasst uns träumen! lautet der Titel des Beitrages, den Helmuth Schattovits vor zwei Jahren für das "Lesebuch der Zukunft" des Katholischen Familienverbandes schrieb. Bis zuletzt war der "Vater des Kinderbetreuungsgeldes" davon überzeugt, dass erfolgreiche Familienpolitik generationenübergreifend und nachhaltig erfolgen muss. Seine Vision im Lesebuch der Zukunft: Die Familienpolitik erfolgt ganzheitlich als spirituelle Gesellschaftspolitik; sie kommt von einem Lastenausgleich zu einem Leistungsausgleich, gemeinschaftliche und integrative Wohnformen wie die von ihm mitbegründete Wohnform B.R.O.T. ("Beten-Reden-Offensein-Teilen") setzten sich verstärkt durch, und es werden über das Bruttoinlandsprodukt hinaus Maßstäbe für den Zustand und Entwicklung der Gesellschaft definiert.

Helmuth Schattovits war Gründer des österreichischen Instituts für Familienforschung, seine Forderung schon vor mehr als zwanzig Jahren nach einer evidenz-basierten Familienpolitik hat er selber durch dieses Institut umgesetzt. Er hat damit auch das Fach Familienwissenschaften in Österreich eingeführt. Er war der erste der Kinderbetreuung wissenschaftlich analysiert und daraus Forderungen an die Politik formuliert hat.

Er war auch innerkirchlich engagiert, ein "Fan" von Papst Franziskus, und mit seiner Frau gemeinsam bis 1987 Mitglied des päpstlichen Rats für Familien.

Bis zuletzt stand Helmuth Schattovits dem Familienverband mit seiner familienpolitischen Expertise als Impulsgeber zur Verfügung. "Mit ihm verliert der Katholische Familienverband einen engagierten Christen und familienpolitischen Visionär, der seiner Zeit stets voraus war", so Alfred Trendl.

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