Energie Steiermark zu Fernwärme-Sicherheit in Graz

Graz (OTS) -

  • Wiener VERBUND riskiert, Steirer frieren zu lassen
  • Sicherheit der Fernwärme-Versorgung in Graz ohne Ausfalls-Reserve undenkbar
  • Situation ab Heizsaison 2016/17 durch Modernisierung Heizwerk Puchstraße entschärft

"Ohne Ausfallsreserve ist eine sichere Fernwärmeversorgung der steirischen Landeshauptstadt und ihrer Menschen undenkbar. Wir können uns nicht nur auf ein einzelnes Kraftwerk des VERBUND verlassen. Die zuverlässige und störungsfreie Versorgung der Kunden hat absoluten Vorrang", bringen die Vorstände der Energie Steiermark, DI Christian Purrer und DI Olaf Kieser die heute bekanntgewordene Entscheidung des Schiedsgerichts auf den Punkt.

Da sich der VERBUND bekanntlich weigert, für den Fall eines technischen Notfalls in seinem Kraftwerk in Mellach ein Ausfalls-Kraftwerk für Ersatzlieferungen an steirische Kunden ohne Aufpreis zur Verfügung zu stellen, müsse nun das Fernwärme-Heizwerk Puchstraße in Graz dringend und ohne Verzögerung für diesen "Fall der Fälle" vorbereitet werden.

"Wenn der VERBUND meint, es riskieren zu können, die Steirer frieren zu lassen, dann ist das die Meinung in Wien. Wir stehen ebenso wie die Stadt Graz für eine solche Haltung mit Sicherheit nicht zur Verfügung", so Purrer und Kieser.

Wenn die laufenden Genehmigungs-Verfahren für die Modernisierung des Heizwerkes Puchstraße rasch positiv abgeschlossen werden, kann die Energie Steiermark in enger Kooperation mit ihren Partnern Energie Graz und Graz Holding sowie privaten Unternehmen ab der Heizsaison 2016/17 die notwendige Notfallreserve in Graz beistellen. "Wir werden dabei auf alle verfügbaren Ressourcen Erneuerbarer Energie wie Solarthermie, Industrielle Abwärme, Biomasse und Biogas zurückgreifen", so Kieser.

Damit könne bereits ab kommendem Sommer die Situation deutlich entschärft werden, es gebe keine langfristige Abhängigkeit.

Da das Gaskraftwerk Mellach vom VERBUND derzeit und in den kommenden Jahren zu einem wesentlichen Teil für andere Kunden (u.a. aus Deutschland) genutzt wird, "können wir uns bei einem marktkonformen Angebot auch hier einen kurzen, befristeten Zukauf vorstellen - die Konditionen müssen jedoch den steirischen Kunden zumutbar sein", machen die Vorstände klar.

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