Kucharowits zu minderjährigen Flüchtlingen: Absenkung der Betreuungs-Standards wäre kinder- und menschenrechtlicher Skandal

Scharfe Kritik der SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin an Nieder- und Oberösterreich

Wien (OTS/SK) - Dass Nieder- und Oberösterreich offenbar planen, die Standards für die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge herabzusetzen, ist für SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits "ein kinder- und menschenrechtlicher Skandal". Anstatt endlich für eine adäquate Betreuung der Kinder und Jugendlichen zu sorgen, werden einfach die Standards heruntergeschraubt und so eine Sparpolitik auf dem Rücken oftmals traumatisierter junger Menschen betrieben", so die SPÖ-Abgeordnete am Donnerstag. "Das widerspricht eindeutig der Kinderrechtskonvention und ist menschlich unwürdig", so Kucharowits. ****

"Niemand kann nachvollziehen, was es für diese Kinder und Jugendlichen bedeutet, alleine in ein völlig fremdes Land zu flüchten; was sie vor und während ihrer Flucht erleben mussten." Diese jungen Menschen bräuchten umfassende, auch psychologische Betreuung. Anstatt ihnen diese zu geben, werden sie in Erwachsenenunterkünfte gesteckt. "Anstatt für eine ordentliche Betreuung zu sorgen und Missstände zu beseitigen, werden die Bestimmungen angepasst, Jugendliche kurzerhand zu Erwachsenen erklärt und sich selbst überlassen." Dabei bräuchte es im Gegenteil mehr altersgerechte Einrichtungen mit sozialpädagogischen Angeboten sowie Freizeitbetreuung und Bildungsarbeit.

Auch von ÖVP-BundespolitikerInnen erwartet Kucharowits eine klare Positionierung gegen diese Pläne der ÖVP-Landeshauptleute in Nieder-und Oberösterreich. "Jugendlichen, die ohne Familie in Österreich sind, die notwendige Betreuung und Zuwendung zu streichen, ist eine Schande!" (Schluss) ve/ah

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