Karmasin: „Ich stehe für Politik, die nicht nur reguliert sondern auch motiviert“

Familienministerin will Methoden der Verhaltensökonomie stärker in ihren Politikansatz einfließen lassen – Appell zu „evidence-based“-Politik

Wien (OTS) - "Politik muss mehr motivieren und Anreize setzen. Ansätze der Verhaltensökonomie können der Politik hier wichtige Impulse liefern. Ich stehe für "evidence-based"-Politik, also faktenbasiertes Regieren, das nicht an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigeht", so Familienministerin Sophie Karmasin heute zum Auftakt des BMFJ-Symposiums "Rush-Hour des Lebens -Familie.Beruf.Generationen".

Grundlage für den neuen Politikansatz der Familienministerin sind wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Verhaltensökonomie und Psychologie. Transparent aufbereitet können sie Handlungsanleitung für Politik und Gesellschaft sein, um Entscheidungen zu verbessern und politische Maßnahmen zu überprüfen. Effiziente Politik brauche die Erkenntnisse der Verhaltenswissenschaften, um nahe an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger zu sein.

"Auch wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Richtig gesetzte Motivationsanreize wirken in bestimmten Bereichen besser als Gesetze. Jedenfalls müssen verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse und Evaluierungsverfahren neben gesetzlichen Bestimmungen Teil des politischen Handelns auf allen Ebenen werden", so Karmasin.

Neben dem Partnerschaftsbonus, der Initiative Unternehmen für Familien oder dem Familienfreundlichkeits-Monitor werden ab 1. Oktober von Seiten des BMFJ in Kooperation mit dem AMS Briefe an in Karenz befindliche Mütter und Väter geschickt, um sie auf die Möfglichkeiten nach der Karenz hinzuweisen. Nicht nur der Brief an sich, sondern auch deren Gestaltung basiert auf Prinzipien der Verhaltensökonomie.

International bedienen sich einige Regierungen bereits dieses modernen Politikansatzes. So setze die britische Regierung bereits seit einigen Jahren auf Elemente der Verhaltensökonomie. Die sogenannte "Behavioural Insights Team" beim britischen Premierminister habe mit Maßnahmen wie einem überarbeiteten Brief an Steuerzahler, der die Pünktlichkeit des Steuerzahlens deutlich steigert, bereits das 22fache seiner Kosten für die Steuerzahler hereingespielt.

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