„Lungenentzündung im Visier“

Wien (OTS) - Mit Beginn der kalten Jahreszeit erhöht sich nun auch wieder das Risiko für Krankheiten, die per Tröpfcheninfektion durch Husten oder Niesen übertragen werden. Das gilt auch für die bakteriellen Pneumokokken-Erreger, die bei 10-50% aller Erwachsenen und bei bis zu 60% der Kleinkinder ständig im Nasen-Rachen-Raum leben.(1)

Pneumokokken sind Bakterien, die zu folgeschweren Erkrankungen wie z.B. Blutvergiftung, Hirnhautentzündung oder Lungenentzündung führen können. Eine Lungenentzündung ist jedoch das häufigste klinische Erscheinungsbild einer Pneumokokken-Erkrankung bei Erwachsenen.

In Europa gehen etwa die Hälfte aller Lungenentzündungen bei Erwachsenen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, auf das Konto der Pneumokokken.(2) Vor allem für ältere Menschen kann dies lebensbedrohlich sein. Kinder sind besonders bis zu einem Alter von etwa fünf Jahren gefährdet. Im Vorjahr erkrankten 323 Menschen in Österreich - das ist im Schnitt ein Mensch pro Tag - an einer invasiven Pneumokokken-Infektion. Durchschnittlich stirbt ein Österreicher pro Monat an den Folgen.(1)

Der Impfplan 2015, herausgegeben vom Bundesministerium für Gesundheit, empfiehlt die Pneumokokken-Schutzimpfung für Personen ab 50 Jahren. Für Personen mit Grunderkrankungen wie z.B. chronische Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenerkrankungen oder Diabetes mellitus wird die Pneumokokken-Impfung besonders dringend empfohlen. (3)

Trotz potenziell dramatischem Krankheitsverlauf wird die Gefahr häufig nicht erkannt oder unterschätzt. Über gefährdete Zielgruppen, Infektionsgefahren und Schwerpunkte der Awareness-Kampagne informieren Sie die Referenten:

  • Mag. Dr. Christiane Körner (Präsidentin des Vereins zur Förderung der Impfaufklärung)
  • Univ.Prof. Dr. Ursula Kunze (Institut für Sozialmedizin, Medizinische Universität Wien)
  • Univ.Prof. Dr. Herwig Kollaritsch, MD, DTM (Institut für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin, Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie, MedUni Wien)
  • Univ. Prof. Prim. Dr. Wolfgang Popp (Abteilungsvorstand des Zentrums für Lungenkrankheiten und Langzeitbeatmung, Geriatriezentrum Am Wienerwald)

Quellen:
1 Pneumokokken Jahresbericht 2014, Nationale Referenzzentrale für Pneumokokken- Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)
2 Pneumococcal Vaccines, WHO Position Paper 2012
3 Impfplan Österreich 2015, Version2, Stand 15. Juli 2015 -Bundesministerium für Gesundheit

AVISO: Einladung zur Pressekonferenz

Datum: 17.9.2015, 10:30 - 12:30 Uhr

Ort:
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Kärntner Straße 19 , 1010 Wien

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Dkkfm. Herbert Sojak,
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