Rotes Kreuz: 2. Asylgipfel - Scheitern verboten

Die Regierungsklausur am Freitag ist die letzte Chance, Flüchtlinge vor Obdachlosigkeit im Winter zu bewahren

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Morgen Freitag tagt die Regierung in Sachen Asyl. "Wir haben in den vergangenen Tagen viel unbürokratische Hilfsbereitschaft der Zivilgesellschaft aber auch von Organisationen, Unternehmen und Politikern erlebt", sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer. "Ich wünsche mir, dass die Bundesregierung diesen Elan mitnimmt und zu einer langfristigen Lösung der anstehenden Herausforderungen in der Unterbringung und Versorgung von Asylwerbern in Österreich findet. Ein Schritt in diese Richtung ist mit der Bestellung von Christian Konrad zum Flüchtlingskoordinator getan." Drei Erwartungen hat das Rote Kreuz an die Bundesregierung:

1. Die Suche nach kurzfristigen, wintersicheren Quartieren muss absolute Priorität haben. Wenn das nicht gelingt, werden Flüchtlinge im Freien oder in Zelten frieren.

2. Plan zur Errichtung temporärer Großunterkünfte: Bis Jahresende müssen mindestens 25.000 zusätzliche Quartiere für Asylwerber geschaffen werden. Wünschenswert wäre natürlich die Unterbringung in kleinen Quartieren. Das wir allerdings kaum gelingen können.

3. Klare Verteilung von Aufgaben. "Humanitäre Organisationen haben schon oft angeboten, weitere Aufgaben bei der Betreuung und Versorgung von Asylwerbern zu übernehmen", sagt Schöpfer. "Jetzt ist es an der Zeit, dass die Regierung uns mitteilt, wie wir sie unterstützen können, welche Aufgaben wir übernehmen sollen. Um das bestmöglich zu leisten, müssen wir nämlich Klarheit über die organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen erhalten."

Eine Forderung - wenn auch eine Minimalforderung - sieht Schöpfer schon erfüllt. "Nach dem Scheitern des Asylgipfels im Juni, haben wir die Regierung nachdrücklich ersucht, sich nochmals an einen Tisch zu setzen und an tragfähigen Lösungen zu arbeiten", sagt der Rotkreuz-Präsident. "Und diesmal gilt: Scheitern verboten."

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