Politik will den Hausarzt durch anonyme Versorgungseinrichtungen ersetzen

Die Kärntner Ärztekammer unterstützt die Vorgehensweise der ÖÄK hinsichtlich des von der Politik geplanten „Primary Health Care“-Gesetzes!

Klagenfurt (OTS) - "Wenn das Gesetz wie von der Politik derzeit geplant in Kraft tritt, werden auch wir in Kärnten die Kündigung des Kassenvertrages vorbereiten", erklären Präsident Dr. Josef Huber und Kurienobmann Dr. Gert Wiegele.

"Wir verwehren uns gegen den Vorwurf, nur Verhinderer zu sein und ausschließlich monetäre Ziele zu verfolgen. Es geht uns vielmehr um die Erhaltung des seit vielen Jahrzehnten bewährten Systems der sozialen und solidarischen Sicherheit durch die Versorgung mit niedergelassenen Ärzten für Allgemeinmedizin und Fachärzten. Die Menschen müssen weiterhin die Möglichkeit haben, zu dem Arzt ihres Vertrauens gehen zu können. Die Gründung von zentralistischen und anonymen Gesundheitsversorgungszentren in der geplanten Form lehnen wir ab", so Huber und Wiegele.

"Es geht uns um die Weiterentwicklung einer gut funktionierenden und flächendeckenden ärztlichen Versorgung in Kärnten. Gemeinsam mit der Politik und der Sozialversicherung sollten endlich Anreize geschaffen werden, dass Kassenarztstellen - insbesondere in den ländlichen Regionen - nachbesetzt werden können. Bürokratische Hürden müssen beseitigt werden. Es muss ein modernes und gerechtes Leistungs- und Honorierungssystem für die Ärzte geben", führt Dr. Huber aus.

"Zusammenarbeitsformen von Ärzten, Gruppenpraxen, Teilzeitmodelle für Ärztinnen müssen rasch entwickelt und umgesetzt werden. Vorschläge haben wir unseren Vertragspartnern bereits seit vielen Jahren unterbreitet", meint Dr. Wiegele, der auch stellvertretender Bundeskurienobmann ist.

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