Mitterlehner: Europa muss dringend vom Reden ins Tun kommen

Es braucht große Lösungen, die nur Europa als Ganzes stemmen kann - Außengrenzen verstärken, Sicherheitszonen in den betroffenen Regionen, faire Verteilung mit fixen Quoten

Wien (OTS) - "Wir befinden uns in einer humanitären Ausnahmesituation mit einer neuen Dimension an Flüchtlingsströmen, die ganz Europa vor enorme Herausforderungen stellen", betont Vizekanzler Reinhold Mitterlehner anlässlich der aktuellen Flüchtlingsthematik. In dieser Ausnahmesituation hätte es keine andere Handlungsmöglichkeit gegeben. Dank und Anerkennung gebühre den Einsatzkräften, den Hilfsorganisationen und der Bevölkerung, die enorme Anteilnahme und Hilfsbereitschaft gezeigt habe. "Dieses Engagement, dieser Einsatz und diese Hilfsbereitschaft sind keine Selbstverständlichkeit und in einer solchen Ausnahmesituation ein wichtiges Zeichen von Menschlichkeit und gelebter Solidarität", so der Vizekanzler.

"Europa ist dringend gefordert vom Reden ins Tun zu kommen. Es braucht große europäische Lösungen, die nur Europa als Ganzes und gemeinsam stemmen kann", so Mitterlehner. Denn kein Land könne die anstehenden Herausforderungen im Bereich Asyl und Migration alleine bewältigen. Und Europa könne auch nicht die Probleme der ganzen Welt lösen. "Wir brauchen eine Verstärkung der Außengrenzen, Sicherheitszonen in den betroffenen Regionen und innerhalb Europas eine faire Verteilung anhand fixer Quoten. Und es braucht die unmittelbare Einberufung eines Sondergipfels und eine Neuordnung der Dublin-Regelungen", so der Vizekanzler, der betont, dass es darum geht "die Ursachen zu bekämpfen, statt nur Symptome zu bearbeiten. Daher ist das geeinte Europa gefordert in den Krisenregionen tätig zu werden und auch die Situationen in den Auffanglagern vor Ort zu verbessern, um die Flüchtlingsströme nach Europa einzudämmen".

Klar ist für Mitterlehner, dass es "dringend einheitliche Standards in der Flüchtlingsversorgung braucht, um Wettläufe in jene Länder, wo die Versorgung am besten funktioniert, zu verhindern". Im Sinne der Menschenrechte sei es Verpflichtung, jenen zu helfen, die Schutz vor Verfolgung, Gewalt und Terror brauchen. "Als christlich-soziale Bewegung ist es unser Selbstverständnis dort zu unterstützen, wo es wirklich notwendig ist und gleichzeitig klar zu unterscheiden, wer tatsächlich unsere Hilfe braucht", so der Vizekanzler.

Rückfragen & Kontakt:

Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse, Web und Social Media; Tel.:(01) 401 26-620; Internet: http://www.oevp.at, www.facebook.com/volkspartei, www.twitter.com/oevp, www.twitter.com/mitterlehnerR

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0003