SPÖ-Themenrat (6) – Olaf Scholz: Voraussetzungen für gute Entwicklung schaffen

„Wir dürfen es nicht auf uns sitzen lassen, dass, wie Statistiken zeigen, der Bildungserfolg der Kinder von der Bildungsvoraussetzung der Eltern abhängt“

Wien (OTS/SK) - Der Hamburger Bürgermeister und stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz hat beim Themenrat der SPÖ eine Keynote gehalten, in der er auf zentrale gesellschaftspolitische Herausforderungen in der Bildungspolitik einging. Hamburg gilt in Sachen Bildungsinnovationen europaweit als Vorbild. "Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass, wie Statistiken zeigen, der Bildungserfolg der Kinder von den Bildungsvoraussetzungen der Eltern abhängt", betonte Scholz, der hervorstrich, dass man anhand der bildungspolitischen Positionen der SPÖ und SPD sehe, dass beide Parteien aus derselben politischen Bewegung kommen. "Wir kommen aus einer Bewegung, die dafür sorgt, dass Emanzipation gelingt - im Einzelnen und für die Vielen." ****

Scholz zeigte weiter auf, wie wichtig bereits frühkindliche Bildungseinrichtungen sowie der Ausbau ganztägiger Betreuungsangebote für das Gelingen von mehr Chancengerechtigkeit sind. "Es geht darum, die Voraussetzung für eine gute Entwicklung zu schaffen. Wenn junge Leute aus ihrem Leben etwas machen sollen, dann müssen wir dazu beitragen, dass sie ihren Elan umsetzen können", so der Hamburger Bürgermeister. Die Ausweitung von Ganztagsangeboten fördere zudem auch die Berufstätigkeit von Frauen und Männern, die gerne arbeiten möchten.

Scholz machte auch klar, dass große Bildungserfolge und Zuwanderungshintergrund einander nicht ausschließen: "Wir können gute Bildungserfolge durch gute Schulen erreichen - und das auch, wenn dort Kinder unterrichtet werden, die aus aller Herren Länder kommen." In Hamburg etwa werden Kinder, die geflüchtet sind, sofort eingeschult. Für die Haltungen des Bundeskanzlers in Sachen Asyl zeigte sich Scholz dankbar. "Es ist unsere Pflicht, etwas zu tun."

Der stellvertretende SPD-Chef widmete sich auch der Frage, wie man die berufliche Bildung voranbringen könne. Österreich und die Schweiz stellen hier Erfolgsmodelle dar, an denen sich auch Hamburg orientiert habe. "Wer sich entscheidet, einen mittleren Abschluss und eine Berufsausbildung zu machen, der hat eine kluge und gute Lebensentscheidung getroffen. Alle Wege müssen offen sein." (Schluss) mo/bj

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