SPÖ-Themenrat (4): SPÖ-Vorsitzender, Kanzler Faymann zu Asyl: Grenzbalken auf für die Menschlichkeit

Faymann sprach Merkel Dank für rasche politische Einigung für Flüchtlinge aus Ungarn aus – Klare sozialdemokratische Haltung: „Schutzsuchende Menschen mit Fürsorge empfangen“

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesparteivorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann hat am Samstag beim SPÖ-Themenrat über die
Ereignisse der vergangenen Nacht, als tausende Menschen über die ungarische Grenze nach Österreich kamen, gesprochen. Als klar wurde, dass sich viele Menschen aufmachten, um nach Österreich zu kommen, sei es nur um eines gegangen: "Wir mussten verhindern, dass Menschen in Kriegsgebiete zurückgeschickt werden, das war eine Maßnahme der Menschlichkeit. Wir haben für diese Menschen einzustehen." Faymann und auch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel sei klar gewesen, dass "die Grenzbalken aufgemacht werden müssen für die Menschlichkeit". ****

"Wir haben diese politische Einigung zustande gebracht, noch bevor der erste Bus bei der ungarisch-österreichischen Grenze ankam", sprach Faymann seiner Amtskollegin seinen Dank aus. Der ungarische Premier Orban hingegen glaube, Probleme mit Stacheldraht lösen zu können. "Das ist aber kein Empfang für die, die Hilfe dringend brauchen und um ihr Leben fürchten", kritisierte der Kanzler den Umgang Ungarns mit den Menschen, "die es mit letzter Kraft geschafft hatten, vor dem Krieg bis nach Ungarn zu flüchten".

Faymann sprach sich erneut für eine gemeinsame Grenzsicherung und Asylzentren aus. "Um das Recht auf Asyl nützen zu können, muss auch jemand da sein, der ihnen eine faire Chance gibt. Man darf diese Menschen nicht mit Hass, Ablehnung und Spott empfangen, sondern mit Menschlichkeit und Fürsorge. Wir SozialdemokratInnen werden uns von dieser klaren Haltung nicht abbringen lassen." Hetzer hätten hingegen nie den Frieden gesichert. Europa müsse jetzt die Entscheidung treffen: "Geben wir den Friedensnobelpreis ab oder zeigen wir, wie wir mit diesen schutzsuchenden Menschen umgehen!" Jetzt sei Haltung zu zeigen, wie es etwa auch der Wiener Bürgermeister Michael Häupl mache: "Wien ist ein Vorbild in der Welt, eine soziale Stadt, die auch in dieser Frage Haltung und Charakter zeigt." (Forts.) bj/mo

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