Mikl-Leitner: Jetzt sind wir Europäer gefragt

Im Vordergrund steht Gesundheit und Versorgung der Menschen

Wien (OTS) - "Im Vordergrund all unserer Überlegungen steht derzeit die Gesundheit und die Versorgung dieser Menschen - die schon mehr als genug Schreckliches erleben mussten", sagt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, "Mehr als 3.000 Flüchtlinge haben in der letzten Nacht Österreich erreicht. Jeder Flüchtling kann in Österreich selbstverständlich auch einen Antrag auf Asyl stellen und wird über diese Möglichkeit informiert. Bis jetzt haben etwa zehn Flüchtlinge in Österreich um Asyl angesucht. Die anderen Menschen wollen weiter, vorwiegend nach Deutschland. Und ich betone noch einmal, dass sich unsere Polizistinnen und Polizisten diesen Menschen, Familien und Kindern nicht mit Gewalt entgegenstellen werden. Die österreichische Polizei handelt nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit."

"Angesichts der Herausforderungen, die hier auch auf unsere deutschen Freunde zukommt, muss jetzt aber Gesamteuropa aufwachen. Die Träumereien müssen jetzt vorbei sein. Jetzt ist der Kontinent Europa gefragt. Auf diese große Herausforderung muss der gesamte Kontinent eine geschlossene Antwort geben. Wer noch immer meint, mit einem Ausstieg aus der Europäischen Union oder mit einem Stacheldrahtzaun rund um Österreich sei das Problem gelöst, der irrt. Die Nationalisten und Kleinstaatler wollen uns Konflikte in Europa bescheren. Stattdessen sind jetzt wir Europäer gefragt. Es braucht mehr Europa. Einen starken Kontinent mit großen Antworten. Der erste dringende Schritt muss dabei sein: Wir müssen dringend die Situation in den Flüchtlingslagern in der Krisenregion massiv verbessern. Wir müssen die Ursachen angehen, sonst wird sich nichts ändern."

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