NEOS: Wenn Menschlichkeit über Bürokratie siegt

Niki Scherak: "Politik begibt sich in der Flüchtlingsfrage endlich auf das Niveau der hilfsbereiten Zivilgesellschaft"

Wien (OTS) - Die Aufnahme von tausenden Flüchtlingen aus Ungarn könnte einen Wendepunkt in der österreichischen und europäischen Asylpolitik markieren. "Dass die österreichische Republik die Flüchtlinge, die seit Tagen am Keleti-Bahnhof kampiert haben und zu großen Teilen zu Fuß am Weg nach Österreich waren, unbürokratisch mit Bussen abholen hat lassen, zeigt, dass auch kleine Staaten einen Unterschied in der europäischen Flüchtlingspolitik machen können", so NEOS-Menschenrechtssprecher Niki Scherak.

"Wir haben in den letzten Monaten und Wochen eine Bewegung erlebt, die viele in Österreich nicht für möglich gehalten haben. Die österreichische Zivilgesellschaft hat sich Traiskirchen nicht gefallen lassen. Sie hat gegen den Tod von Flüchtlingen auf Österreichs Autobahnen demonstriert und sie hat mit ihrer Hilfsbereitschaft und Großherzigkeit offenbar Bundeskanzler Faymann und Innenministerin Mikl-Leitner davon überzeugt, dass Menschlichkeit und Nächstenliebe wichtigere Werte für unsere Gesellschaft sind als Bürokratie und Gesetzgebung", so Scherak weiter. "Die heutige Nacht hat gezeigt, dass Dublin nicht mehr funktioniert. Die Regierung und Kanzler Faymann müssen jetzt auch politisches Geschick in Europa beweisen und eine gerechte europäische Asylpolitik forcieren. Wir wollen eine faire Quote. Wir wollen eine gemeinsame Finanzierung. Was wir aber auf keinen Fall mehr wollen, sind hilfesuchende Menschenmassen, die zwischen europäischen Staaten hin und her geschickt werden. Das darf nicht unser Europa sein."

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