Demenz – wie kann man helfen?

Tiere setzen sich immer mehr in der Betreuung von Menschen mit Demenz durch. Besonders Tiere aus der Robotic helfen diesen Menschen und nehmen ihnen die Angst und Unruhe.

Schwanenstadt (OTS) - Die Erkrankung Demenz ist inzwischen mit eine der häufigsten Alterserkrankungen. Unter Demenz versteht man ein psychiatrisches Syndrom, das bei verschiedensten degenerativen und nichtdegenerativen Erkrankungen des Gehirns auftritt. Mit dem Begriff "Demenz" werden meistens Defizite im kognitiven (also Denken), emotionalen und sozialen Verhalten und Fähigkeiten des betroffenen Menschen beschrieben. Häufig sind vor allem das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik (also Bewegungsfähigkeit) des betroffenen Menschen beeinträchtigt. Bei einigen Formen kommt es auch zu Veränderungen in der Persönlichkeitsstruktur. Entscheidend für eine Diagnose "Demenz" ist aber der Verlust bereits erworbener geistiger Fähigkeiten, die vorher ohne Mühen beherrscht wurden.

Viele Menschen mit einer Demenzerkrankung sind sehr unruhig, haben ein Bewegungsbedürfnis, laufen ständig herum und suchen dabei ihr zu Hause. Ebenso können solche Patienten anfangen zu schreien oder äußern sich ständig in obszöner Art und Weise. Auch Gewaltbereitschaft kann sich bei einigen Betroffenen zeigen und diese schlagen dann häufig, wenn ihnen etwas nicht passt, einfach um sich. Meistens werden dann bei solchen Verhaltensauffälligkeiten die betroffenen Menschen mittels Beruhigungsmedikamenten ruhig gestellt. Dies gelingt teilweise gut, hat aber auch einige Nebenwirkungen. So ist die Dosierung der benötigten Medikamente häufig schwierig, da die einzelnen Personen unterschiedlich gut oder eben geringer auf diese Medikation ansprechen.

Deshalb gehen inzwischen Einrichtungen dazu über, den Einsatz von Robotern bei Demenz für die Behandlung dieser Personengruppe zu benutzen. Bei den Robotern handelt es sich zum einen um eine Robbe (genannt Paro) und um eine Katze (JustoCat). Diese interaktiven Hilfsmittel, stellen nicht nur für das Betreuungspersonal eine Hilfe dar, sondern helfen auch den Verwandten wieder mit ihren Angehörigen in Kommunikation zu gelangen. Dabei stellt die Katze, die eher unserer Kultur entspricht, eine Entlastung in der Betreuung dar und gleichzeitig wirkt der Umgang mit der Roboterkatze auf den Menschen mit Demenz beruhigend und sorgt dafür, dass diese nur mehr geringere Dosierungen an Beruhigungsmitteln benötigen.

Und dass es wichtig ist, nach neuen Wegen und Möglichkeiten in der Betreuung von dementen Menschen zu suchen, zeigte schon der erste österreichische Demenzbericht aus dem Jahre 2009, der belegte, dass es derzeitig rund 100.000 Demenzkranke in Österreich gibt, wovon zwei Drittel davon Frauen sind. Da die Lebenserwartung der österreichischen Bevölkerung weiterhin steigt, wird sich die Zahl der Demenzpatienten bis 2050 auf bis zu 270.000 erhöhen, also nahezu verdreifachen.

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