ÖGB-Foglar: „Brauchen vernünftige Arbeitsmarktstrategie für AsylwerberInnen“

Alpbach (OTS) - "Wir haben derzeit die höchste Arbeitslosigkeit seit den 1950iger Jahren. Angesichts der aktuellen Arbeitsmarktdaten kann ich mir nur schwer vorstellen, dass es so kurzfristig möglich ist, 70.000 AsylwerberInnen zu beschäftigen, wie der Wifo-Chef Karl Aiginger meint. Durchaus sinnvoll hingegen sind Maßnahmen, um Qualifikationen rascher anzuerkennen, wie Sozialminister Hundstorfer angeregt hat ", erklärt ÖGB-Präsident Erich Foglar. ++++

Gute Versorgung, schnellere Verfahren

Selbstverständlich sei es weiterhin notwendig, eine ordentliche Versorgung von Flüchtlingen zu gewährleisten und auch die Asylverfahren und die Berufsanerkennungsverfahren zügiger abzuwickeln, um "den Menschen, die hierher flüchten, eine Perspektive zu geben". Was bei der Berufsanerkennung für EU-BürgerInnen gelte, müsse auch für AsylwerberInnen gelten. "Natürlich spielt hier auch der Spracherwerb eine wichtige Rolle. Ausreichend Deutsch lernen kann man nicht von einem Tag auf den anderen", hält Foglar fest.

Arbeitsmarkt ganzheitlich betrachten

Grundsätzlich gibt der ÖGB-Präsident zu bedenken, dass man die Arbeitsmarktpolitik nicht auf den Zugang für AsylwerberInnen reduzieren dürfe, sondern ganzheitlicher betrachten müsse: "Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen steigt, viele Menschen - vor allem jene über 50 - finden immer schwerer Arbeit. Hier bedarf es einer gesamtheitlichen Strategie. Etwa das von uns lange geforderte Bonus-Malus System, die Abkehr von der rigiden Sparpolitik und die Umsetzung lang angekündigter Investitionen in Wohnbau, Infrastrukturprojekte wie Netzausbau sowie in Bildung, Forschung und Entwicklung. (Schluss)

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