Elektronik-Konsumgütermarkt im 1. Halbjahr 2015

Wien (OTS) -

  • Gesamtumsatz leicht auf 850, 50 Mio. Euro gesunken (-0,7 Prozent)
  • Unterhaltungselektronik mit 9-prozentigem Minus
  • Umsatz mit Hausgeräten deutlich um 4 Prozent auf 348,23 Mio. Euro gestiegen
  • Elektro-Kleingeräte verzeichnen mit einem Plus von 7 Prozent auf 192 Mio. Euro ein deutliches Umsatzwachstum

Die Nachfrage nach elektronischen Geräten im Konsumgütermarkt hat sich in Österreich im ersten Halbjahr 2015 im Bereich der Hausgeräte und der Elektro-Kleingeräte sehr positiv entwickelt. Allein der Markt der Unterhaltungselektronik leidet unter dem starken Euro und einem Jahr ohne sportliche Großereignisse wie Olympia oder Fußball-Weltmeisterschaften - das schlägt sich europaweit auf den Umsatz der Branche nieder. Im Vorfeld der wichtigsten Leitmesse für die Elektronik-Konsumgüterbranche in Österreich - die FUTURA von 17. bis 19. September 2015 in Salzburg - zeigt sich die Branche mit dem bisherigen Geschäftsjahr 2015 zufrieden. "Die Umsatzrückgänge im Bereich Consumer Electronics folgen einem europaweitem Trend und bremsen damit das Wachstum der gesamten Branche leicht auf -0,7 Prozent. Die Umsätze in den Bereichen Consumer Electronics, Hausgeräte und Elektro-Kleingeräte in den Monaten Jänner bis Juni dieses Jahres belaufen sich auf 850,5 Mio. Euro. Sehr erfreulich ist vor allem das deutliche Umsatzwachstum der Hausgeräte und der Elektro-Kleingeräte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum", so Manfred Müllner, Geschäftsführer-Stv. im Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).

Hausgeräte: Die Küchen werden aufgerüstet

Hausgroßgeräte, die sogenannte Weiße Ware, sind mit einem Volumen von 348, 23 Mio. Euro das umsatzstärkste Segment. Das Wachstum beläuft sich im ersten Halbjahr auf ein Plus von vier Prozent.

"Waschmaschinen (22 Prozent), Kühlgeräte (20 Prozent) und Geschirrspüler (16 Prozent) sind umsatzmäßig die wichtigsten Produktgruppen bei Hausgeräten", fasst Alfred Janovsky, Sprecher des Forum Hausgeräte, zusammen. Alle Haushaltsgroßgeräte verzeichneten Zuwächse, insbesondere Wäschetrockner (+12 Prozent), E-Herde und Backöfen (+7 Prozent) und Dunstabzugs-hauben (+7 Prozent) zählen zu den am stärksten wachsenden Segmenten. "Diese Entwicklung entspricht dem Trend eines gesunden, modernen und nachhaltigen Lifestyles. Nicht nur Funktionalität und Design, sondern auch Energieeffizienz bei Kühlgeräten, Waschmaschinen, Trocknern und Geschirrspülern sind derzeit wichtige Umsatzbringer", so Janovsky. In naher Zukunft wird das Thema Connectivity - vernetzte Hausgeräte - greifen: "Die Zukunft der Hausgeräte ist energieeffizient, flexibel und vernetzt. Sie ermöglichen uns einen besseren, komfortableren Alltag."

TV-Geräte: Fernsehen auf Bestellung und nach Wunsch

Der österreichische Markt für TV-Geräte folgt einem europaweiten Trend: Der Euro-Dollar-Kurs belastet die Preisgestaltung der zumeist asiatischen Unternehmen. Deshalb hat sich die Nachfrage nach TV- und Video-Geräten abgeschwächt. Aber auch das Fehlen eines sportlichen Großereignisses sorgt für ein geringeres Interesse an Consumer Electronics. Die Branche ist sich allerdings sicher, die Talsohle in puncto Umsatz bereits erreicht zu haben und der Ausblick auf die anstehende Fußball-Europameisterschaft 2016 zeigt bereits eine ansteigende Kauflaune bei Unterhaltungselektronik. Insgesamt wurde im Jahr 2014 in Österreich Unterhaltungselektronik im Wert von 310,31 Mio. Euro umgesetzt.

"Umsatzzuwächse verzeichnet die Unterhaltungselektronik-Branche vor allem bei GPS-Geräten für die Freizeit, Radios und so genannten Digital TV Accessoires", so Müllner. Daraus lässt sich schließen, dass Konsumenten ihre bestehenden, hochwertigen TV-Geräte zunehmend mit dem Internet verbinden und das Gerät vernetzter nutzen. Ein Wachstumsmotor in der Zukunft sind Multiroom-Systeme (Speakersystem verbindet mehrere Räume), die das Fernsehen auch in Räumen ohne TV-Kabel möglich machen. Ein weiterer Trend sind UHD- und Smart TVs.

Elektro-Kleingeräte: Mehr Wohlbefinden schaffen

Alle Produktgruppen des Segments Elektro-Kleingeräte - allen voran Espressomaschinen, Staubsauger, elektrische Zahnbürsten und Herrenrasierer - verzeichneten in den ersten sechs Monaten 2015 eine deutlich stärkere Nachfrage. Über alle 31 Produktgruppen kumuliert sich das Umsatzplus auf über sieben Prozent, insgesamt beläuft sich das Umsatzvolumen auf 191,92 Mio. Euro. "Die Hersteller der Haushaltskleingeräte konnten damit das größte Wachstum der letzten Jahre erzielen", so Peter Pollak, Sprecher des Elektro-Kleingeräte Forums.

Die größten Produktgruppen Espressomaschinen und Staubsauger sind gemeinsam für knapp die Hälfte des gesamten Umsatzes verantwortlich und verzeichneten vier bzw. neun Prozent Plus. Ein Boom ist auch bei Küchengeräten wie Standmixer (+122 Prozent) oder Küchenmaschinen (+18 Prozent) zu beobachten, wenngleich auf niedrigerem Umsatzvolumen. Körperpflegegeräte (allen voran Bartschneider, Mundhygiene-, Haarschneide- und Hairstylinggeräte) haben im Vergleichszeitraum über neun Prozent zugelegt. Bei den Haushaltsgeräten waren es immerhin rund fünf Prozent.

Neue Impulse erhält die Branche durch den starken Trend nach Wohlbefinden und Fitness, der alle Produktbereiche der Kleingeräte durchdringt - vom Standmixer in der Küche bis zur Haarpflege im Bad. "Mit Innovationen im verschiedenen Produktkategorien folgen wir dem Konsumenten-Wunsch nach mehr Wohlbefinden und Lifestyle", so Pollak.

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FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit über 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12, 74 Milliarden Euro (Stand 2014). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie - ist es das oberste Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.

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