Bank of China: Wenn Chinas Wirtschaft verschnupft ist, spürt das die ganze Welt

WKÖ-Vizepräsident Matznetter: Chinas Renminbi ist zu einer immer wichtigeren globalen Leitwährung geworden

Wien (OTS) - Anlässlich eines gemeinsamen Forums der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Bank of China im Haus der Wirtschaft in Wien, betonte Christoph Matznetter, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), dass "sich die Bank of China zu einer der bedeutendsten Finanzinstitutionen der Welt entwickelt hat. Ebenso ist die chinesische Währung Renminbi eine immer wichtigere globale Leitwährung geworden."

Tian Guoli, Chairman of the Board of Directors der Bank of China, ging in seiner Eröffnungsrede auf die aktuelle Entwicklung der chinesischen Wirtschaft sowie der chinesischen Börse ein. Das derzeitige Wirtschaftswachstum von rund sieben Prozent sei zwar geringer als die zweistelligen Zuwächse der Vergangenheit, dafür aber ein qualitativ höherwertiges. Chinas Wirtschaft sei in den letzten Jahrzehnten ‚gerast‘ und dabei wurde auf gewisse Aspekte, wie etwa den Umweltschutz oder den sorgfältigen Umgang mit Ressourcen nicht so stark geachtet. Jetzt geschehe aber ein Umdenken und dementsprechend sei das schwächere Wachstum der chinesischen Wirtschaft ein durchaus gewolltes. "Wenn Chinas Wirtschaft verschnupft ist, spürt das die ganze Welt. Unsere Börse ist auch nicht krank, sie hat sich nur beim Trinken leicht verschluckt", so Tian Guoli. Die Bank of China, die derzeit schon rund 600 Niederlassungen weltweit hat, werde demnächst auch eine Filiale in Wien eröffnen.

China ist nach den USA Österreichs wichtigster Handelspartner in Übersee und der wichtigste in Asien. Das Handelsvolumen (Warenexporte und Warenimporte) mit dem Reich der Mitte machte im Jahr 2014 rund 10,6 Mrd. Euro aus (mit den USA 12,3 Mrd. Euro). Die österreichischen Importe betreffend ist China mit einem Einfuhrvolumen von 7,2 Mrd. Euro der klare Nummer-Eins-Überseemarkt. Österreichische Unternehmen haben bisher rund 3,5 Milliarden Euro in China investiert und 600 Firmen sind mit knapp 1.000 Niederlassungen in China aktiv. Großes Potenzial für heimische Unternehmen in China gibt es etwa in den Sektoren Automotive, Maschinenbau, Elektronikindustrie, Green Technology oder im Bereich Urbanisierung. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA ist in China mit sieben Büros - so vielen wie in keinem anderen Land der Welt - vertreten. (PWK656/BS)

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