LSP Buchmayr: Ski-Tunnel-Aus ist erster Erfolg für Grüne Forderungen

Für die Zukunft der Tourismusregion Hinterstoder/Wurzeralm braucht es aber mehr

Linz (OTS) - "Das gestern, am 1.9.2015 vom Bürgermeister von Hinterstoder geäußerte und heute vom Landeshauptmann bestätigte Aus für den geplanten 4,7 km langen Tunnels quer durch das Warscheneck ist ein erster wichtiger Schritt und ein Erfolg für die Grünen, der zeigt wie wichtig und richtig unsere Bemühungen waren. Mehrere Male machten wir uns vor Ort einen Eindruck von der drohenden Zerstörung dieser einzigartigen Landschaft. Unser Grüner Druck hatte Erfolg, jetzt braucht es auch eine umfassende Erweiterung des Nationalparks, wie im Gesetz vorgesehen," reagiert die Grüne Landessprecherin und Naturschutzsprecherin der Grünen OÖ.

Reiner Skitourismusausbau ist nicht zielführend
Aber auch die geplante Erweiterung des Skigebiets Höss-Hinterstoder zur Wildalmleiten bzw. den Anschluss von Vorderstoder an die Höss ist einseitig gedacht. Problematisch sind insbesondere:

  • die Schneeunsicherheit und die dafür geplante künstliche Beschneiung, da alle Pisten von der Höss nach Vorderstoder unter 1.200 m Seehöhe liegen. Die Beschneiung hat negative Folgen auf den Wasserhaushalt und erhöht die Betriebskosten für wenige Pistenkilometer (<4 km) überproportional.
  • die Beeinträchtigung des harmonischen Landschaftsbildes durch technische Infrastrukturanlagen und dadurch Einbußen im Sommertourismus.

Eine Fokussierung der Investitionspläne auf den Winterski-Tourismus-Ausbau in Vorder- und Hinterstoder bringt die Region nicht weiter, weil Klimaprognosen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und demographische Entwicklung dem widersprechen. "Im gesamten Alpenraum stellen sich Tourismusregionen schon jetzt um: Vom Winter- hin zum Sommertourismus, speziell in tiefen Lagen", stellt Maria Buchmayr, Landessprecherin der Grünen OÖ fest. "Wir brauchen Weitblick und keinen Tunnelblick!", so Buchmayr weiter.

Tourismus-Belebung geht auch ohne Naturzerstörung
Für die nachhaltige, zukunftsfähige Weiterentwicklung des Tourismus in der Pyhrn-Priel-Region präferieren die Grünen OÖ den Ausbau des Ganzjahres-Tourismus und die Modernisierung der Infrastruktur auf der Wurzeralm.

Das Tunnel-Aus ist auch ein klares Zeichen für eine Nationalpark-Erweiterung
Bei der Gründung des Nationalparks im Jahr 1997 wurde eine etappenweise Erweiterung vereinbart, allerdings bis heute nicht umgesetzt. Vorrangiges Ziel für die Grünen ist die Herstellung eines Schutzgebietsnetzes durch nachhaltige Verbindung von geschützten Lebensräumen, um die Wanderungsmöglichkeiten bedrohter Arten zu sichern. Dazu sollen der Nationalpark Kalkalpen, der Nationalpark Gesäuse und das niederösterreichische Wildnisgebiet Dürrenstein durch Korridore und naturnahe Trittsteinflächen verbunden werden. Die bereits vorhandenen Naturschutzgebiete im Bereich der Haller Mauern, des Warscheneck und des Bosruck sind dafür wertvolle Flächen.

Buchmayr: "Wir fordern die anderen politischen Parteien auf, bei der Erweiterung um Flächen der Haller Mauern, des Warscheneck und des Bosruck noch 2015 einen entscheidenden Schritt zu setzen. Wir wollen von OÖ. Seite die Schutzgebiets- und länderübergreifende Zusammenarbeit mit den Nachbarbundesländern Steiermark und Niederösterreich forcieren".

"Viele Gäste kommen wegen der naturbelassenen und unberührten Landschaft. Sie suchen Ruhe, Entschleunigung und ehrliche Gastfreundschaft, weitab vom Massentourismus. Damit kann die gesamte Region dienen und damit kann sie punkten", hebt Buchmayr die Vorteile hervor.

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