FGÖ-Tabakpräventions-Initiative: Mit „plus“ aktiv gegen den frühen Raucheinstieg

Erfolgreiches Suchtpräventionsprogramm „plus“ als dritter Baustein der FGÖ-Tabakpräventionsinitiative ab Schuljahr 2015/16 österreichweit an den Schulen.

Wien (OTS) - Die FGÖ-Tabakpräventionsinitiative geht in die nächste Runde: Mit dem Schuljahr 2015/16 startet das erfolgreiche Suchtpräventionsprogramm "plus" zum Thema Nikotinabhängigkeit österreichweit an allen Schulen. Ziel der Initiative ist es, dem Einstieg ins Rauchen bei den 10- bis 14-Jährigen so früh wie möglich entgegen zu wirken - nicht mit Verboten, sondern durch das Stärken der Eigenkompetenz (sog. "Life skills") der Kinder und Jugendlichen. ****

"plus" ist ein Präventionsprogramm, das von Fachleuten der österreichischen Suchtpräventionsstellen entwickelt und vom Institut für Psychologie der Universität Innsbruck evaluiert wurde. Die Umsetzung übernehmen speziell geschulte Lehrer/innen, welche die Kinder und Jugendlichen von der fünften bis zur achten Schulstufe in je zehn über das Jahr verteilten Unterrichtseinheiten vier Jahre lang begleiten.

Familiäres und soziales Umfeld berücksichtigen

"Die Ablösung vom Elternhaus, die Positionierung in der Gleichaltrigengruppe und das Finden eines eigenen persönlichen Stils", das seien einige der vielen Herausforderungen während der Pubertät, erklärt Christoph Lagemann, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen ARGE Suchtvorbeugung und ergänzt: "plus unterstützt Kinder und Jugendliche nachhaltig bei der Entwicklung jener Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, anstehende Entwicklungsaufgaben positiv zu bewältigen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von problematischen Verhaltensweisen verringert. Dazu gehört auch das Rauchen."
"In diesem Alter orientieren sich viele noch stark an ihrem familiären und sozialen Umfeld", erklärt Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich, der die Tabakpräventionsinitiative im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit umsetzt. "Deshalb haben Eltern einen bedeutsamen Einfluss auf das Rauchverhalten ihrer Kinder. Das haben wir berücksichtigt und werden die Eltern genauso unterstützen, denn nachhaltige Gesundheitsförderung findet immer auf mehreren Ebenen statt." So Ropin.

Tabakprävention für Eltern: Richtig übers Rauchen reden

An "plus" knüpft somit auch ein Elternprojekt an, mit 10 konkreten Tipps, wie man "Rauchen" bei den Kindern richtig anspricht:
"Elterliche Regeln für das Nichtrauchen ihrer Kinder -ElternStärke(n)".

"Nach dem Klassenwettbewerb und dem Pixelcontest ist das Programm plus das dritte große Projekt, das wir heuer im Zuge der Tabakpräventionsinitiative "Leb dein Leben. Ohne Rauch, YOLO!" für die 10 -bis 14- Jährigen umsetzen", freut sich Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser, und verweist auf den großen Erfolg der bisherigen Maßnahmen, die partizipativ, mit den Kindern entwickelt wurden:
"Insgesamt haben sich 139 Klassen zum Klassenwettbewerb angemeldet und 174 Kids am Pixelcontest teilgenommen. Via facebook, Instagram und WhatsApp haben sich rund 7.700 junge Leute aktiv an "YOLO!" beteiligt. Wir wünschen uns, dass der dritte Baustein der Tabakpräventionsinitiative das Programm plus in den Schulen genauso erfolgreich angenommen wird", so die Ministerin abschließend.

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