Korun: Dublin-Abkommen ist gescheitert: solidarische, verbindliche Flüchtlingsquoten sind die Lösung

Grüne zu Keleti: Weiterreise und faire Aufteilung, bevor es Verletzte am Bahnhof gibt

Wien (OTS) - "Wer vor Assad-Bomben und IS-Terror geflüchtet ist, den wird auch kein Stacheldraht oder Polizist am Budapester Keleti-Bahnhof von seinem Versuch abhalten, an einen sicheren Ort zu gelangen. Wenn ganz legale Zugtickets der Flüchtlinge, verfallen, die hunderte Euro gekostet haben, werden sie erst recht und wieder auf bezahlte Schlepper angewiesen sein", mahnt die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun.

"Auch die deutsche Regierung hat bereits festgestellt, dass das Dublin-System faktisch nicht mehr angewendet wird. Trotzdem Kriegsflüchtlinge an der Weiterreise an einen sicheren, menschenwürdigen Ort zu hindern, wird auch angesichts der wachsenden Flüchtlingszahlen in Ungarn nicht zu halten sein. Es braucht sofort einen Krisenplan, geteilte Verantwortung, verbindliche Quoten, aber auch eine Umverteilung der in Griechenland, Italien und Ungarn ankommenden Flüchtlinge auf alle EU-Länder. Menschen, die um ihr Leben rennen, kommen sowieso. Die Frage ist vielmehr, ob sie lebend ankommen und menschenwürdig behandelt werden oder ob sie die gefährliche Flucht mit Schleppern ihr ganzes Geld und auch noch ihr Leben kostet", sagt Korun. Andere EU-Regierungschefs dürfen sich nicht vom Flüchtlingsabwehrvirus der ungarischen Regierung anstecken lassen. Die Herausforderung kann man nur gemeinsam lösen, sicher nicht mit nationalistischer Schrebergartenmentalität", meint Korun.

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