- 02.09.2015, 13:12:32
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Neues Modell für den Ärztebereitschaftsdienst
Landesrat Bernhard: Flächendeckende Erfüllung öffentlich-rechtlicher Aufgaben gesichert
Utl.:
Landesrat Bernhard: Flächendeckende Erfüllung
öffentlich-rechtlicher Aufgaben gesichert =
Feldkirch (OTS) - (VLK) - Mit einem Ärztebereitschaftsdienst NEU
sollen die mancherorts bestehenden Probleme bei der Durchführung von
Totenbeschauen, Untersuchungen nach dem Unterbringungsgesetz,
kriminalpolizeiliche Totenbeschauen und
Hafttauglichkeitsuntersuchungen gelöst werden. Das neue Modell beruht
auf einer bei der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL)
eingerichteten elektronischen Buchungsplattform, wo sich Ärzte
selbstständig zum Bereitschaftsdienst eintragen können. Dadurch sind
diese Leistungen rund um die Uhr und an sieben Tagen die Woche in
ganz Vorarlberg gewährleistet.
Landesrat Christian Bernhard zeigte sich bei der Präsentation des
Modells am Mittwoch, 2. September 2015, in Feldkirch erfreut, dass
diese Lösung gemeinsam mit der Landespolizeidirektion, dem
Gemeindeverband, dem Roten Kreuz und Vertretern aus der Ärzteschaft
erarbeitet werden konnte.
Sowohl beim Roten Kreuz als auch bei der Polizei kennt man die in
manchen Gemeinden bzw. Talschaften bestehenden Schwierigkeiten, einen
Arzte für nächtliche Heim- und Hausbesuche bzw. für
Häftlingsuntersuchungen, kriminalpolizeiliche Leichenbeschauen oder
Untersuchungen nach Misshandlungsvorwürfen zu finden. Für das neue
Ärztebereitschaftsmodell wird Vorarlberg in zwei Sprengel geteilt:
Nord und Süd. Ärzte können über eine Buchungsplattform (ähnlich einem
Hotelbuchungssystem) ihre Tages- oder Nachtdienste (von 7.00 bis
19.00 bzw. von 19.00 bis 7.00 Uhr) selbst auswählen und bekommen ihre
Leistungen wöchentlich abgerechnet. Jene Landesteile, in denen die
bestehende Ärztebereitschaft funktioniert, bleiben von dem neuen
Modell unberührt.
Rotkreuz-Präsident Ludwig Summer sieht den Erfolgsfaktor dieses
Systems darin, dass die Teilnahme auf freiwilliger Basis erfolgt. Die
Zahl der mitwirkenden Ärzte könne dadurch schlagartig vervielfacht
werden. Der stellvertretende Landespolizeidirektor Walter Filzmaier
sprach ebenfalls von einer wesentlichen Qualitätsverbesserung. Nicht
zuletzt biete das neue Modell auch die Möglichkeit, die eingesetzten
Ärzte für die besonderen polizeilichen Erfordernisse auszubilden,
ergänzte Polizeiarzt Kurt Jenny.
Die technische Einrichtung der Ärztebereitschaftsdienst-Plattform
erfolgt über die bestehenden Infrastrukturen bei der RFL. Das ist vor
allem deshalb sinnvoll, weil auch der bis Ende 2016 aufzubauende
Telefon- und Web-basierte Erstkontakt- und Beratungsservice (TEWEB)
dort angesiedelt werden soll. In diesem Zusammenhang soll das neue
Ärztebereitschaftsmodell auch die kurative Hilfestellung abseits des
Rettungseinsatzes dort optimieren, wo keine Gemeindeärzte zur
Verfügung stehen.
Das Projekt startet im November 2015. Fällt eine Evaluation Ende
2016 positiv aus, wird es verlängert, so Landesrat Bernhard. Die
Kosten belaufen sich im Jahr 2015 auf knapp 60.000 Euro, für 2016
wird mit knapp 360.000 Euro gerechnet.
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