GLOBAL 2000 fordert Strategische Umweltprüfung für Grazer Fernwärme-Zukunft

Umwelt- und Gesundheitssituation der Grazer Bevölkerung muss im Zentrum der Planungen stehen.

Wien/Graz (OTS) - Gestern wurden die Ergebnisse einer Studie des Umweltbundesamtes zu den erwarteten Auswirkungen der geplanten Fernwärmeversorgung in Graz ab 2020 ohne den Standort Mellach auf die Luftgütesituation in der Stadt Graz bekannt. Diese prognostizieren eine Zunahme der Stickoxidemissionen um Faktor 16 im bereits belasteten Stadtgebiet von Graz. In Mellach läuft derzeit für die Versorgung bis 2020 neben einem Gaskraftwerk jedoch noch ein Kohlekraftwerk, für dessen Abschaltung sich GLOBAL 2000 bereits im Vorfeld aufgrund der gravierenden negativen Auswirkungen der Kohleverstromung in Österreich eingesetzt hatte. Im Durchschnitt werden durch das Kohlekraftwerk Mellach 1,1 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr emittiert; eine Modellrechnung von GLOBAL 2000 und der Health and Environment Alliance hatte zusätzlich gezeigt, dass die Kohleverbrennung in Österreich (inkl. Stahlerzeugung) zu hohen gesundheitlichen Folgekosten führt.

"Ziel jeglicher zukünftiger Fernwärmeversorgung der Stadt Graz muss sein, die Umwelt- und Gesundheitssituation für die Grazer Bevölkerung zu verbessern und weg von der Kohleverstromung zu kommen", betont Leonore Gewessler, Geschäftsführerin der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. "Im Lichte der neuen Ergebnisse ist es dringend geboten, alternative Energieversorgungskonzepte eingehend zu prüfen, was im Rahmen einer Strategische Umweltprüfung (SUP) unter Einbeziehung aller Stakeholder erfolgreich gelingen kann." Gerade im Jahr der UNO-Klimakonferenz braucht Österreich eine langfristige Strategie zum Ausstieg aus fossiler Energie. "Im Rahmen einer Strategischen Umweltprüfung muss daher jetzt an einer gesunden und kohlestromfreien Energiezukunft für Graz gearbeitet werden", so Gewessler abschließend.

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