Cap: Investitionen und Wachstum für Griechenland entscheidend

Kritik an hohen Rüstungsausgaben Griechenlands

Wien (OTS/SK) - "Das dritte Hilfspaket für Griechenland muss auch Anreize für Wachstum und Investitionen bieten. Wo bleiben die Maßnahmen, damit sich die griechische Wirtschaft erholen kann? Mit Pensionskürzungen, Abbau von Arbeitsplätzen und einem Sozialabbau wird es zu keinem Wachstum in Griechenland kommen, sondern im Gegenteil, das Land weiter in die Tiefe geführt. Dies ist der Knackpunkt bei diesem Hilfsprogramm. Wir nehmen den Finanzminister, der mögliche Anreize für Investitionen und Wachstum in Aussicht gestellt hat, beim Wort", sagte SPÖ-Abgeordneter Josef Cap bei der heutigen Debatte im Nationalrat zum dritten Hilfspaket für Griechenland. ****

Cap kritisierte die hohen Rüstungsausgaben Griechenlands in den vergangenen Jahrzehnten, die vor allem die deutsche Wirtschaft stärkten. "Zwischen 1996 und 2004 wurde ein Plan für Waffenbeschaffungen in der Höhe von 25 Mrd. Euro entwickelt. Zwischen 2006 und 2016 sollten die Rüstungseinkäufe sogar auf 26 Mrd. Euro steigen. Zwischen 2005 und 2009 gehörte Griechenland zu den fünf größten Rüstungsimporteuren der Welt. Und zwischen 2001 und 2010 war Griechenland der wichtigste Kunde der deutschen Rüstungsindustrie. 15 Prozent aller deutschen Exporte gingen nach Griechenland. Für diese Verfehlungen kann aber der griechische Bürger und die griechische Bürgerin nichts", so Cap. "Daher sind Investitionen und Wachstum jetzt und in Zukunft so entscheidend, damit Griechenland seine Schulden zurückzahlen kann", meint Cap. (Schluss) bj/ms

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