Nationalrat - Krainer: Hilfspakte verhindern Zusammenbruch der griechischen Wirtschaft

SPÖ-Finanzsprecher fordert mehr Mittel für notwendige Investitionen

Wien (OTS/SK) - Den Zusammenbruch der griechischen Wirtschaft und eine humanitäre Krise in Griechenland zu verhindern, sind für SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer die wichtigsten Ziele der EU-Hilfspakete für Griechenland. Ein Ausstieg Griechenlands aus der Euro-Zone würde die Probleme Griechenlands, das einen Großteil seiner Lebensmittel und Medikamente importiert, "jedenfalls vergrößern" und käme auch Österreich teuer, wie Krainer am Dienstag im Rahmen der Erklärung von Finanzminister Schelling im Nationalrat betonte. "Mindestens 5 bis 10 Milliarden Euro Kosten pro Jahr an humanitärer Hilfe würden auf uns zukommen. Außerdem würde es auch keine Rückflüsse mehr aus bisherigen Paketen geben." ****

Die Bilanz der bisherigen Hilfspakete für Griechenland bewertet der SPÖ-Finanzsprecher gespalten. Einerseits habe Griechenland große Sparanstrengungen unternommen und eines der geringsten Defizite in der EU erreicht. Andererseits könne man nicht von Erfolg sprechen, "wenn sich die Jugendarbeitslosigkeit verdreifacht, die allgemeine Arbeitslosigkeit verdoppelt und Millionen Menschen keine Krankenversicherung haben".

Für Krainer liegen daher die größten Versäumnisse bei den fehlenden Investitionen. "Es braucht jedenfalls Geld für zusätzliche Investitionen. Die sind zum Teil im Rahmen der normalen europäischen Haushalte und müssen mobilisiert werden. Denn ohne Investitionen in die griechische Wirtschaft wird es dort kein Wachstum geben, keine Arbeitsplätze geben und wird es dort nicht zu einem Aufschwung kommen." (Schluss) bj/ph

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