Grüne/ Mitsche: „Nicht gemütlich das Durchgriffsrecht abwarten“

Gemeinnützige Wohnungen und leere Kasernen öffnen!

Klagenfurt (OTS) - "Landeshauptmann Peter Kaiser wartet offenbar gemütlich auf das Durchgriffsrecht des Bundes, statt die letzten verbleibenden warmen Tage dafür zu nutzen, feste Quartiere für die in Zelten lebenden Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen", kritisiert die Landessprecherin der Grünen in Kärnten, Marion Mitsche, "im Zeltlager Krumfelden bei Althofen hoffen rund 400 Flüchtlinge inständig, die nun kommenden kalten Nächte in unseren Wintertemperaturen angemessenen Behausungen verbringen zu dürfen."

Mitsche führt aus, dass offenbar drei Faktoren die Lage der Flüchtlinge in Althofen weiter erschweren - die isolierte Lage des Camps, der unklare Camp-Status als "langfristiges Provisorium" bzw. "inoffizielles Verteilzentrum" sowie das Warten auf den künftigen Camp-Betreiber OSR, durch das sich Integrationsprozesse mittlerweile erheblich verzögern: "Die Flüchtlinge können nichts tun als tagein tagaus ins Ungewisse hinein zu warten, denn Deutschkurse hält die Lagerleitung nicht für sinnvoll, und der infrastrukturell benachteiligte Standort erschwert die Organisation jeglicher Aktivitäten von Freiwilligen."

"Zahlreiche Gemeinden, darunter Bezirksstädte wie Villach oder St. Veit, haben noch keine Quartiere zur Verfügung gestellt. Diese gilt es unverzüglich in die Pflicht zu nehmen und nicht erst, wenn man die Verantwortung dafür auf den Bund abwälzen kann", fordert Mitsche vehement, "wird hier etwa abgewartet, solange die Sonne noch warm scheint, um dann von einem Kälteeinbruch völlig überrumpelt zu reagieren?" Kaiser möge bitte den BürgermeisterInnen klarmachen, dass sie im Sinne der Menschlichkeit jetzt sofort handeln müssen. " Warum werden nicht endlich leer stehende gemeinnützige Wohnungen als Quartiere geöffnet?", schließt sich der Althofener Grün-Gemeinderat Wolfgang Leitner an. Er und Mitsche fordern den Landeshauptmann auch auf, seine Position bezüglich der Öffnung von leer stehenden Kasernen zu überdenken.

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