Kaske: Ungleichheit ist ungerecht, unsozial und wirtschaftlich unvernünftig

Alpbach (OTS) - "Unregulierte Märkte schaffen Ungleichheit, Millionenerbschaften verschärfen sie. Und große, nicht durch Leistung gerechtfertigte Ungleichheit ist ungerecht und wirkt sich auch nachteilig für die Gesellschaft und die Wirtschaft aus", sagt AK Präsident Rudi Kaske in seinem Eröffnungsstatement zu den heurigen wirtschaftspolitischen Gesprächen in Alpbach. Insbesondere die bestehende Schieflage in der Einkommens- und Vermögensverteilung ist dem AK Präsidenten ein Dorn im Auge. "Ein gutes Sozialsystem gewährleistet Chancengleichheit, schützt vor Armut und stärkt den Zusammenhalt in einer Gesellschaft. Dafür ist ein Beitrag großer Vermögen mehr als gerecht", bricht Kaske eine Lanze für den Wohlfahrtsstaat. Eine sinnvolle Umverteilung sorgt dafür, dass sich möglichst viele Menschen einen Lebensstandard leisten können, für den Österreich auch international beneidet wird. Trotzdem ist die Armutsgefährdung viel höher, als es in einem reichen Land wie Österreich notwendig wäre. "Bei der Vermögensungleichheit sind wir unrühmlicher Europameister, bei den vermögensbezogenen Steuern leider nur Schlusslicht", ortet Kaske noch sehr viel Aufholbedarf. Gleiche Chancen für alle und eine faire, der Leistung und den Bedürfnissen gerecht werdende Verteilung von Einkommen und Vermögen verbessern die Anreize und stimulieren die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen.

"Reiche Eltern für alle" gibt es nicht

Die Finanzierung wichtiger sozialer Aufgaben auch für zukünftige Generationen stellt die Politik vor große Herausforderungen. "Vor allem im Bereich von Bildung und Pflege ist ein solidarischer Beitrag von den großen Vermögen notwendig. "Reiche Eltern für alle" hätten wir alle gern, die gibt es aber nicht. Gerade deshalb ist eine sinnvoll ausgestaltete Erbschaftssteuer auf große Vermögen so wichtig", betont Kaske. Denn die besorgniserregende Vermögensungleichheit schafft schlechte Startbedingungen für die nächste Generation.

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