ÖH: Die Politik muss den Menschen in Not helfen

Wegschauen ist keine Lösung.

Wien (OTS) - Während gestern mehr als 3.000 Flüchtlinge, die aus Ungarn gekommen sind, von freiwilligen Helfer_innen dringend benötigte Unterstützung an den Wiener Bahnhöfen bekommen haben und sich mehr als 30.000 Menschen in Wien solidarisch auf der Straße für eine menschenfreundliche Flüchtlingspolitik eingesetzt haben, eskaliert heute die Situation in Ungarn erneut. Die ungarische Polizei verwehrt den Flüchtlingen Zugang zu den Bahnhöfen und lässt sie räumen. Den Flüchtlingen wird somit die Möglichkeit genommen in die Züge nach Westen einzusteigen, sie müssen in Ungarn ohne Unterstützung bleiben.

"Die Politik ist gefordert endlich Maßnahmen zu ergreifen und Menschen in Not zu helfen. Es kann nicht weiterhin sein, dass die Zivilgesellschaft diese Aufgaben übernimmt, während den Asylsuchenden seitens der Politik weitere Steine in den Weg gelegt werden." so Philip Flacke vom ÖH Vorsitzteam.

Zum Ausmaß der politischen Verantwortung der Österreichischen Regierung zieht Flacke auch Schlüsse. "Die prekäre Lage an den Bahnhöfen in Ungarn sei nicht der Absage an das Dublinabkommen der einzelnen Länder geschuldet, sondern eine klare Folge der menschenfeindlichen Flüchtlingspolitik in Europa. Davor die Augen zu verschließen, und eine simple Aufklärungskampagne zu fordern ist eindeutig kein Weg zur Verbesserung."

Auch deshalb fordert die Österreichische Hochschüler_innenschaft ein klares Zeichen von der Regierung, sich gegen das Dublinabkommen und für die Reisefreiheit auszusprechen, und somit den Flüchtlingen eine Chance auf Leben zu geben.

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