Nationalrat - Kuntzl zu Asylfrage: Wien zeigt vor, wie es geht

„Wir können und werden Aufgabe schaffen“

Wien (OTS/SK) - "Bei flüchtenden Menschen handelt es sich um verzweifelte Personen, die ihr nacktes Leben retten wollen. Diese werden sich nicht durch einen Stacheldraht abschrecken lassen. Es muss klar festgestellt werden: Das Asylrecht ist ein Menschenrecht. Es ist daher unsere Pflicht, für anständige Quartiere zu sorgen. Es ist keine einfache Aufgabe, aber eine Aufgabe, die wir schaffen können und werden", zeigte sich SPÖ-Abgeordnete Andrea Kuntzl heute, Dienstag, bei der Sondersitzung des Nationalrats überzeugt. ****

"Was wir von Europa erwarten, nämlich die verbindliche und gerechte Aufteilung auf die unterschiedlichen Mitgliedstaaten, müssen wir auch im eigenen Land erreichen. Wie das funktioniert, zeigt Wien deutlich vor. In Wien werden viele Menschen aufgenommen, ohne Flüchtlingsproblem, ohne Großlager ohne dass Menschen auf der Straße oder in Zelten übernachten müssen. Dahinter steht eine bewusste politische Entscheidung und ein entsprechender politischer Wille. Ich bin stolz darauf, dass der Wiener Bürgermeister nicht darauf schielt, von allen Seiten Applaus zu bekommen, sondern auch in Zeiten des Wahlkampfs eine menschliche und anständige Politik macht", so Kuntzl.

Kritik übt Kuntzl an der Situation in Traiskirchen. "Die letzten Wochen haben deutlich vor Augen geführt, dass es eine falsche Entscheidung war, Traiskirchen in die Hände eines privaten Betreibers zu geben. Traiskirchen muss anders geführt werden, gemeinsam mit NGOs, Hilfsorganisationen und Ehrenamtlichen", so Kuntzl.

Wien habe bereits vor einige Wochen angeboten, die Betreuungsstelle Erdberg zu übernehmen. Nicht zuletzt, weil in Erdberg 300 unbetreute Jugendliche untergebracht sind. "Diese Menschen dürfen nicht aufbewahrt werden, sondern brauchen Betreuung", so Kuntzl. (Schluss) bj/ms/mp

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